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Nach Komplikationen: Erstes EU-Land stoppt Impfungen mit AstraZeneca

(FOTOS: Wikimedia Commons/Whispyhistory)

Dänemark stoppt vorerst die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca wegen möglicher Nebenwirkungen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit.

Die Impfung mit dem schwedisch-britischen Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird in Dänemark vorerst auf Eis gelegt, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstagvormittag mitteilte. Der Grund: Es habe mehrere Berichte über Komplikationen und „der Bildung von Blutgerinnseln“ bei Geimpften gegeben. Die Anwendungssperre sei jedoch vorerst befristet.

„Wir handeln früh, es muss gründlich untersucht werden“, schrieb der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke auf Twitter. Bisher sei allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gibt.

Ähnliche Fälle in Österreich
Auch in Österreich waren in den vergangenen Tagen mehrere Vorfälle nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff aufgetreten: Ein Todesfall und zwei Krankheitsfälle mit einem zeitlichen Zusammenhang mit der ersten Teilimpfung wurden bekanntgegeben. So soll etwa eine 60-jährige Frau in Vorarlberg vier Tage nach der Impfung in Folge einer Gerinnungsstörung einen Schlaganfall erlitten haben. Zudem hatten drei Krankenschwestern nach AstraZeneca-Impfungen mit schweren Komplikationen zu kämpfen. Eine Krankenschwester, die in Zwettl geimpft worden war, starb kurze Zeit später im Wiener AKH.

EMA beruhigt
Am Mittwochabend gab die Arzneimittelbehörde der Europäischen Union (EMA) bekannt, dass sie bisher keine Hinweise dafür habe, dass der Todes- sowie einer der Krankheitsfälle auf Impfungen mit dem Vakzin zurückzuführen wären.

Dänemark schließt Impf-Allianz mit Österreich und Israel
Erst vorige Woche hatte Dänemark mit Österreich und Israel eine Impfstoff-Allianz vereinbart, um das Tempo beim Impfen zu steigern. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verwies darauf, wie wichtig der schnelle Zugang zu Impfstoffen in den nächsten Jahren sein werde: „Wir können nicht noch einmal überrascht werden, wir haben neue Mutationen und vielleicht neue Pandemien“, sagte sie. Daher müsse man jetzt das Wissen zusammenbringen, um den sicheren Zugang zu Vakzinen zu ermöglichen.

Quellen und Links:

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