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Snapchat

Religionslehrer soll für Nacktfotos von Schülern Geld bezahlt haben

BRG-Petersgasse
(FOTO: BRG-Petersgasse)

Ein schrecklicher Verdacht, der sich in einem Grazer Gymnasium anbahnt. Demnach soll ein Lehrer Nacktfotos von Schülern aus der Unterstufe auf seinem Handy gesammelt haben. Der Direktor der Schule hat Anzeige erstattet.

Ein Religionslehrer, der in einem “Gymnasium in der Grazer Petersgasse unterrichtet” soll gerade von der Bildungsdirektion Steiermark dienstfrei gestellt worden sein. Denn der Direktor der Bildungseinrichtung hatte den Pädagogen angezeigt. Der Grund: auf seinem Handy soll kinderpornografisches Material gefunden worden sein, berichtet die Steirerkrone. Die Staatsanwaltschaft Graz hat den Fall heute bestätigt.

Kinder aus der Unterstufe der Grazer Schule hatten sich vor einigen Tagen an den Vertrauenslehrer gewandt. Sie sollen ihm erzählt haben, dass sie Geld bekommen hätten, wenn sie dem besagten Religionslehrer Nacktfotos zugeschickt hätten.

Wie viele Schüler betroffen sind, ist noch nicht geklärt worden. Alle Eltern wurden informiert. Zusätzlich betreut ein Psychologenteam die Schüler.

Snapchat und Hausdurchsuchung

Scheinbar hatte der Pädagoge die Nacktfotos nur über Snapchat annehmen wollen. Auf dieser Plattform sind verschickte Fotos nur wenige Sekunden zugänglich. Danach werden sie automatisch gelöscht. Daher gestalten sich die Ermittlungen zu dem Fall wohl schwierig.

Letzten Donnerstag führte die Polizei eine Hausdurchsuchung durch. Es wurden mehrere Datenträger sichergestellt. Was genau auf denen zu finden ist, ist noch nicht bekannt. Eine Auswertung steht noch aus. Momentan wird wegen Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie gegen den Lehrer ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Hilfe bei sexuellem Missbrauch

Falls Sie Personen kennen, die unter sexuellem Missbrauch leiden, zögern Sie nicht um Hilfe zu bitten:
• Rat auf Draht, Onlineberatung
• Rat auf Draht: Chatberatung Mo bis Fr, 18 – 20 Uhr
• Rat auf Draht: 147
• Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01 / 310 87 79
• Frauenhelpline: 0800 222 555
• Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: 0800 / 20 14 40
• Psychiatrische Soforthilfe: 01 / 313 30

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