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Naturphänomen

Schlafender Riese erwacht: Vulkan spuckt nach 12.000 Jahren wieder

Schlafender Riese erwacht: Vulkan spuckt nach 12.000 Jahren wieder
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Nach Jahrtausenden der Stille spuckt der äthiopische Vulkan Hayli Gubbi plötzlich Asche bis nach Indien. Die Eruption legt den Flugverkehr in Delhi lahm.

Nach Jahrtausenden der Ruhe ist der Vulkan Hayli Gubbi in der nordöstlichen Afar-Region Äthiopiens am Montag wieder zum Leben erwacht. Wissenschaftler verfolgen dieses Ereignis mit besonderem Interesse, da es sich um die erste dokumentierte Aktivität des Feuerbergs seit mehreren tausend Jahren handelt. In der Umgebung des Vulkans leben etwa 9.000 Menschen in einem Radius von 30 Kilometern, wie das EU-Zentrum für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) mitteilte.

Die lokalen Behörden konnten jedoch Entwarnung geben: Weder Todesopfer noch materielle Schäden wurden gemeldet. Die bei der Eruption freigesetzte Aschewolke stieg auf 8,5 Kilometer Höhe und bewegte sich ostwärts über die Arabische Halbinsel und Pakistan. Laut ECHO wurden dabei auch die Lufträume über dem Jemen und Oman beeinträchtigt.

Flugverkehr beeinträchtigt

Die Auswirkungen des Vulkanausbruchs machten sich bis nach Indien bemerkbar. Am Flughafen in Delhi mussten mindestens sieben internationale Verbindungen gestrichen werden, wie die Nachrichtenagentur PTI berichtete. Zusätzlich fielen mehrere Inlandsflüge aus.

Die indische Luftfahrtbehörde DGCA empfahl den Airlines, betroffene Gebiete zu umfliegen und ihre Flugrouten entsprechend anzupassen. Meteorologen zufolge bewegt sich die Aschewolke in etwa zehn Kilometern Höhe. Das Vulkan-Beobachtungszentrum in Toulouse prognostizierte, dass die Aschepartikel den indischen Luftraum am Abend verlassen und weiter Richtung China ziehen werden.

Weitreichende Folgen

Satellitenaufnahmen dokumentierten eine erhebliche Freisetzung von Schwefeldioxid während der Eruption, wie ECHO weiter informierte. Der Hayli Gubbi befindet sich in einer abgeschiedenen Gegend am Horn von Afrika, nahe der Grenze zu Eritrea.

Bemerkenswert ist die enorme Reichweite der Auswirkungen: Der erste Ausbruch des äthiopischen Vulkans seit Jahrtausenden führte im rund 4.000 Kilometer entfernten Indien zu erheblichen Störungen im Flugverkehr.

Der Ausbruch selbst sei inzwischen abgeklungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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