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Tierdrama

Skifahrerin wollte Foto mit wildem Schneeleoparden machen – und wird attackiert (VIDEO)

Skifahrerin wollte Foto mit wildem Schneeleoparden machen – und wird attackiert (VIDEO)
FOTO: Screenshot X
3 Min. Lesezeit |

Für das perfekte Foto riskierte er sein Leben: Ein Tourist näherte sich in China einem seltenen Schneeleoparden – und bezahlte seine Unvorsichtigkeit mit schmerzhaften Folgen.

Eine Touristin wurde am Freitag im Nordwesten Chinas Opfer eines Angriffs durch einen seltenen Schneeleoparden, nachdem sie für ein Foto zu nah an das Wildtier herangetreten war. Wie chinesische Behörden mitteilten, hatte die Skifahrerin das scheue Raubtier in der Stadt Koktokay in der Region Xinjiang entdeckt, war aus dem Fahrzeug ausgestiegen und hatte sich für Aufnahmen dem Tier genähert. Auf dem Rückweg zum Hotel wurde sie dann von dem Leoparden gebissen, berichtete das örtliche Forst- und Weidebüro.

In sozialen Medien kursierende Videoaufnahmen zeigen die regungslos im Schnee liegenden Touristen, während der Schneeleopard in unmittelbarer Nähe verharrt. um seine „Beute“ zu bewachen. Weitere Aufnahmen dokumentieren, wie zwei Helfer die Verletzte, die einen Skihelm trägt und ihr Gesicht schützt, in Sicherheit bringen. Auf die besorgte Nachfrage, ob der Leopard verschwunden sei, antwortet einer der Helfer mit einem knappen „Er ist weg.“ Zusätzliches Videomaterial zeigt das majestätische Tier, wie es sich durch tiefen Schnee in einer felsigen, bewaldeten Landschaft bewegt.

Nach Angaben der Behörden wurde die Touristin ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich in stabilem Zustand. Das Forstamt teilte mit, dass die lokalen Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt haben und sowohl Patrouillen als auch Aufklärungskampagnen intensiviert wurden. „Die Öffentlichkeit und Touristen werden dringend gebeten, sich strikt an die Sicherheitsrichtlinien zu halten“, lautete die offizielle Mitteilung.

Bedrohte Großkatzen

Schneeleoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen weltweit und stehen in China unter besonderem Schutz. Sie gelten als Symbol für die einzigartigen Gebirgs- und Hochlandökosysteme des Landes. Laut World Wildlife Fund (WWF) existieren global nur noch zwischen 4.000 und 6.500 dieser Tiere in freier Wildbahn, wobei rund 60 Prozent ihres natürlichen Lebensraums in China liegen.

Mit ihrem charakteristischen weiß-grauen Fell sind die scheuen Jäger perfekt an die rauen Bedingungen der Hochgebirgsregionen angepasst, wo sie in felsigen, unwirtlichen Landschaften leben. Angriffe von Schneeleoparden auf Menschen sind äußerst selten, wie Wildtierschutzorganisationen, Experten und chinesische Staatsmedien übereinstimmend berichten.

Eine wissenschaftliche Erhebung aus dem Jahr 2020, bei der 261 Hirten in der Mongolei – einem weiteren Verbreitungsgebiet der Schneeleoparden – befragt wurden, ergab ein bemerkenswertes Ergebnis: Obwohl viele der Befragten angaben, Schneeleoparden gesichtet zu haben oder deren Angriffe auf Nutztiere erlebt zu haben, berichtete keiner von Attacken auf Menschen.

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KO KOSMO-Redaktion
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