Südamerikas WM-Qualifikation endet mit Überraschungen: Während Argentinien ohne Messi strauchelt, schießt Kolumbiens Suarez Venezuela mit vier Toren ab.
Argentinien reiste ohne Superstar Lionel Messi nach Ecuador und musste sich mit 0:1 geschlagen geben. Für die bereits als Gruppensieger feststehenden Weltmeister hatte die Niederlage allerdings keine Konsequenzen. Die Gastgeber hingegen sicherten sich durch den Erfolg den beachtlichen zweiten Tabellenplatz in der südamerikanischen WM-Qualifikation.
Ein wahres Torfestival erlebten die Fans in Venezuela. Kolumbien, das sein WM-Ticket bereits in der Tasche hatte, setzte sich in einem spektakulären Auswärtsspiel mit 6:3 durch. Überragender Mann auf dem Platz war Sporting Lissabons Angreifer Luis Suarez, der gleich vier Treffer beisteuerte. Der Nachfolger von Viktor Gyokeres im portugiesischen Traditionsklub zerstörte damit alle venezolanischen Hoffnungen auf die erste WM-Teilnahme in der Geschichte des Landes.
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Boliviens Überraschung
In Bolivien nutzte der Gastgeber die Gunst der Stunde. Real-Madrid-Coach Carlo Ancelotti hatte eine B-Elf aufgeboten, was Bolivien zu einem knappen 1:0-Sieg verhalf. Mit diesem Erfolg sicherten sich die Bolivianer den siebenten Rang, der zur Teilnahme an den interkontinentalen Play-offs berechtigt. Brasilien schaffte es als Tabellenfünfter direkt zur Endrunde.
Das torlose Remis zwischen Uruguay und dem Tabellenschlusslicht Chile sowie Paraguays 1:0-Auswärtssieg in Peru komplettierten den letzten Qualifikationsspieltag. Während sich Uruguay und Paraguay für die WM qualifizierten, blieb Peru mit nur einem Punkt mehr als Chile auf der Strecke.
WM-Teilnehmer fest
Nach 18 absolvierten Qualifikationsrunden stehen somit Argentinien, Ecuador, Kolumbien, Uruguay, Brasilien und Paraguay als direkte WM-Teilnehmer fest. Bolivien bekommt in den interkontinentalen Play-offs eine zweite Chance. Die Play-offs bringen Südamerikas Siebten mit Vertretern aus verschiedenen Kontinenten zusammen – neben einem Team aus Ozeanien sind auch je ein Vertreter aus Asien und Afrika sowie zwei Mannschaften aus Nord- und Mittelamerika dabei.