Zerstörtes Türschloss, zerbrochene Scheiben und herausgerissene Kabel – der Winterraum der Stüdlhütte am Großglockner wurde erneut Ziel blinder Zerstörungswut.
Erneut haben Vandalen den Winterraum der Stüdlhütte am Großglockner heimgesucht. Die Spuren der Zerstörung sind deutlich: Ein aufgebrochenes Türschloss, zersplittertes Fensterglas und herausgerissene Kabel an den Lichtschaltern. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Besonders erschwerend kommt hinzu, dass die notwendigen Reparaturen unter schwierigen Bedingungen durchgeführt werden müssen, da die Hütte nur zu Fuß erreichbar ist.
Die Empörung in der Bergsportgemeinschaft ist groß. „Unfassbar“ lautet einer der Kommentare unter dem Instagram-Beitrag der Hüttenpächter, die auf den Vorfall aufmerksam machten. Thomas Neuwirth vom Österreichischen Alpenverein (ÖAV) bestätigt, dass dies kein Einzelfall ist: „Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder Vandalismus erlebt, aber in dieser Form ist es besonders schlimm.“
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Lebenswichtige Schutzorte
Die auf 2802 Meter Höhe gelegenen Winterräume wie jener der Stüdlhütte erfüllen eine lebenswichtige Funktion für Alpinisten in der kalten Jahreszeit. Sie dienen als Schutzorte bei plötzlichen Wetterumschwüngen oder ungeplanten Übernachtungen. Neuwirth betont die Tragweite solcher Zerstörungsakte: „Dass diese Rückzugsorte mutwillig zerstört werden, ist nicht nur traurig, sondern auch gefährlich.“
Präventive Maßnahmen
Der Alpenverein sucht nun nach Lösungsansätzen, um künftige Vandalismusfälle zu verhindern. Eine mögliche Maßnahme wäre die Installation von Videoüberwachungssystemen, wobei deren Umsetzung im hochalpinen Gelände sowohl technische Hürden als auch datenschutzrechtliche Bedenken mit sich bringt. Parallel dazu plant der Verein verstärkte Aufklärungsarbeit bei den Nutzern. „Wir appellieren an die Eigenverantwortung und den Respekt gegenüber diesen Einrichtungen“, erklärt Neuwirth.
Die Ermittlungen der Polizei laufen, bislang fehlt jedoch jede Spur von den Tätern.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei oder dem Alpenverein zu melden.