Die tief stehende Sonne wurde einem jungen Autofahrer zum Verhängnis. Sein Wagen stürzte 150 Meter in die Tiefe, das automatische Notrufsystem kam zu spät.
Ein 30-jähriger Grazer verunglückte am Sonntagnachmittag tödlich auf der L355 in Richtung Teichalm. Der Unfall ereignete sich am 31. August 2025 gegen 17:13 Uhr bei Straßenkilometer 5,1 im Gemeindegebiet von Fladnitz an der Teichalm (Steiermark). In einer Kurve verlor der Lenker vermutlich aufgrund der Blendwirkung der tief stehenden Sonne die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. In der Folge stürzte das Auto etwa 150 Meter über eine steile Kuhweide hinunter.
📍 Ort des Geschehens
Dramatischer Absturz
Das Fahrzeug wurde bei dem Absturz schwer beschädigt, der Fahrer im Wrack eingeklemmt. Dank des automatischen eCall-Systems (automatisches Notrufsystem) wurde umgehend ein Notruf abgesetzt und die Rettungskette in Gang gesetzt. Trotz des raschen Eintreffens der Einsatzkräfte – darunter mehrere Freiwillige Feuerwehren, das Österreichische Rote Kreuz sowie der Rettungshubschrauber Christophorus 12 – kam für den 30-Jährigen jede Hilfe zu spät.
Der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die Landespolizeidirektion Steiermark bestätigte den tragischen Verlauf des Unfalls und führt derzeit die Erhebungen zur genauen Unfallursache durch.
Gefahr durch tiefstehende Sonne
Blendunfälle durch die tiefstehende Sonne zählen zu den häufigsten Unfallursachen in den Herbst- und Wintermonaten. Laut Verkehrsstatistiken der ASFINAG ereignen sich in Österreich jährlich mehrere hundert Unfälle durch Sonnenblendung, besonders in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag. Das eCall-System, das seit 2018 in allen Neufahrzeugen verpflichtend eingebaut werden muss, alarmiert automatisch die Rettungskräfte bei schweren Kollisionen und übermittelt dabei GPS-Koordinaten sowie Fahrzeugdaten.