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GESPRÄCHE IN BRÜSSEL

Vucic an Kosovo-Albaner: “Unsere Dienste wissen alles, wir lassen kein Blutbad zu!”

ALEKSANDAR_VUCIC
(FOTO: EPA/Stéphanie Lecocq)

Im Vorfeld der bevorstehenden Gespräche mit dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti äußerte der serbische Präsident Aleksandar Vucic Zweifel am möglichen Erfolg der Verhandlungen.

„Sie haben nur mitgeteilt, dass sie ihren Willen durchsetzen wollen. Es ist ihnen völlig egal, was Belgrad dazu zu sagen hat. Was ist dann der Sinn und Zweck des Dialogs?! Diejenigen, die über die Gemeinschaft der serbischen Gemeinden verhandeln und alles im Einklang mit der Verfassung des Kosovo sehen wollen, muss ich jetzt fragen, war das alles nur ein Scherz? Wieso gab es dann überhaupt Verhandlungen?“, so Vucic.

Monatelange Anstrengungen waren laut Vucic umsonst, weil die Kosovo-Albaner auf der Verfassung des Kosovo bestehen; in dem Fall brauche Belgrad nichts mehr.

„Sie wollen Druck auf Serbien ausüben. Ich habe mehrmals darauf hingewiesen, dass von der albanischen Seite Vorbereitungen getroffen wurden, das alles umzusetzen. Na gut, dann soll man uns offen sagen, dass es kein internationales Recht gibt, dass sie die UN-Resolution 1244 und UN-Abkommen nicht eingehalten werden müssen. Gerade das internationale Recht, das in Bezug auf den Konflikt in der Ukraine viele in den Mund nehmen, scheint in diesem Teil der Welt und Europas völlig irrelevant zu sein“, erklärte Vucic den Medien.

Außerdem äußerte Vucic die Einschätzung, dass Pristina Liquidierungen von Serben im Norden des Kosovo plane und betonte, dass er keinen Waffeneinsatz gegen irgendeine Seite zulassen werde.

„Ich weiß, was die Pläne sind, und ich appelliere an die Albaner, davon Abstand zu nehmen, unsere Dienste wissen genau, was geplant ist! Es geht nicht um Verhaftungen von Serben im Norden des Kosovo. Ich bitte die Leute aus der Quinta, das nicht zu tun. Glaubt nicht an Kurtis Lügen, es gab aus dem Norden überhaupt keine Schießereien. Wir werden nicht zulassen, dass irgendeine Seite Waffen einsetzt, auch nicht die NATO. Ich bitte aufrichtig darum, einen solchen Gedanken gar nicht erst zuzulassen.“

Abschließend meinte Vucic, dass er an die Gespräche in Brüssel keine Erwartungen stellt.

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