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Lebensgefahr

Werden wir erfrieren?”: Vater zwingt Kinder (2,4,8) auf Horror-Wanderung (VIDEO)

Horror-Wanderung
FOTO: iStock/eugen_z/Gofundme

Von der Heldengeschichte zum Albtraum: Ein Vater zwang seine drei kleinen Kinder auf einen gefährlichen Bergpfad und ignorierte ihre Angst – mit dramatischen Folgen. Ein Ausflug in die Berge endete für drei Kinder beinahe tödlich. Ihr Vater, der sie auf die gefährliche Wanderung mitnahm, sitzt nun in Haft.

Am 11. Oktober begab sich der 31-jährige Micah S. mit seinen drei Kindern auf den als anspruchsvoll eingestuften Broads Fork Trail nahe Salt Lake City in Utah (USA). Der sieben Kilometer lange Pfad führt durch alpines Gelände und überwindet etwa 650 Höhenmeter. Experten stufen diesen Wanderweg im Big Cottonwood Canyon als schwierig ein und empfehlen ihn ausschließlich für erfahrene Wanderer.

Anfänglich wurde der Vater noch als Lebensretter gefeiert. Er und seine drei Kinder – eine achtjährige Tochter sowie zwei Söhne im Alter von vier und zwei Jahren – waren während ihrer Wanderung in einen Sturm geraten. Angeblich hatte er die Kinder nur durch seine Körperwärme vor dem Erfrieren bewahrt.

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Inzwischen hat sich jedoch eine völlig andere Version der Ereignisse herauskristallisiert: Der Mann wurde festgenommen und muss sich wegen schwerer Kindesmisshandlung und Folter verantworten. Er hatte seine Kinder offenbar bewusst in eine lebensgefährliche Situation gebracht.

Gefährlicher Aufstieg

Im Verlauf der Wanderung wurde das Gelände zunehmend schwieriger. Die Gruppe musste über Felsen klettern und sich an Büschen hochziehen. Obwohl seine Tochter ihn anflehte umzukehren, trieb der Vater seine Kinder weiter voran mit den Worten: „Das ist etwas, das man nur einmal im Leben macht.”

Selbst als sich ein Unwetter zusammenbraute, setzte er den Aufstieg fort. Auf einer von der Polizei sichergestellten Videoaufnahme ist zu hören, wie die Achtjährige ängstlich fragt: „Werden wir erfrieren, Daddy?” Erst nachdem der vierjährige Sohn rund 200 Meter unterhalb des Gipfels schwer stürzte und sich erheblich am Kopf verletzte, erlaubte der Vater den Kindern, Schutz vor dem Unwetter zu suchen.

Die Lage spitzte sich weiter zu: Der 31-Jährige soll seiner Tochter Anweisungen zur Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen gegeben haben, bevor er vom Gipfel abstieg. Nach eigenen Angaben musste er in der Nacht beide Söhne reanimieren.

Dramatische Rettung

Als die Familie nicht zurückkehrte, alarmierten Freunde die Rettungsdienste. Die Helfer fanden eine erschütternde Situation vor: Der Vierjährige lag bewusstlos und ohne Lebenszeichen auf seinem zweijährigen Bruder. Die Rettungskräfte kämpften 25 Minuten lang um sein Leben.

Der Zweijährige litt unter schwerer Unterkühlung. Beide Jungen wurden per Hubschrauber in kritischem Zustand ins Krankenhaus transportiert. Der ältere der beiden Brüder befindet sich seit über einem Monat in kritischem Zustand auf der Intensivstation. Er erlitt einen Schlaganfall, und Ärzte mussten einen Teil seines Schädels entfernen.

Der Vater befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Ein Richter lehnte eine Freilassung gegen Kaution ab, da er sowohl für sich selbst als auch für seine Kinder eine Gefahr darstellt.