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Machtpolitik

„Kommt nach Hause!“ – Vucic will Auslands-Serben mit Geld und Perspektiven locken

„Kommt nach Hause!“ – Vucic will Auslands-Serben mit Geld und Perspektiven locken
(FOTO: EPA/ANDREJ CUKIC)
3 Min. Lesezeit |

In Zeiten globaler Unsicherheit ruft Serbiens Staatschef zur nationalen Geschlossenheit auf und bitte Auslandsserben zurückzukehren – während er gleichzeitig scharfe Töne gegen politische Gegner anschlägt.

Appell zur Einheit

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mionica appellierte der serbische Präsident Aleksandar Vucic an die Notwendigkeit politischer Ernsthaftigkeit und nationalen Zusammenhalts. Vor zahlreichen Anhängern betonte er die Bedeutung durchdachter Entscheidungen angesichts globaler Herausforderungen.

„Die Situation in der Welt wird nicht besser werden“, erklärte Vucic vor den Versammelten. „Deshalb ist es wichtig, dass wir Serben zum ersten Mal in der Geschichte kluge Entscheidungen treffen – dass wir uns um unsere Kinder, die Zukunft und kommende Generationen kümmern.“

Rückkehrer sollen Heimat stärken

„Ich möchte mich ganz besonders an all jene wenden, die Verwandte und Familienmitglieder im Ausland haben. Wir werden in Kürze ein Förderprogramm für Rückkehrer aus Österreich, Italien, Deutschland, Frankreich und anderen Ländern vorstellen. Wir werden unser Bestes tun, um sie zu ermutigen, in ihre Heimat zurückzukehren – damit sie ihr Wissen und ihre Energie hier einbringen. Wir werden sie finanziell dabei unterstützen. Sie haben ihr Geld im Ausland verdient, aber sollen hierher zurückkehren und in ihrem eigenen Land die Zukunft für sich und ihre Kinder gestalten.“

Kritik an Opposition

Der Präsident nutzte seinen Auftritt auch für scharfe Kritik an der Opposition. Er warf politischen Gegnern vor, durch das Abreißen von Protestzelten vor dem Parlamentsgebäude ihre „gewalttätige Natur“ offenbart zu haben. Besonders problematisch sei die fehlende demokratische Haltung gegenüber Andersdenkenden.

„Wenn ihnen etwas nicht gefällt, müssen diese Menschen vernichtet werden“, kritisierte Vucic das Vorgehen oppositioneller Gruppen.

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Schutz der Frauen

In seiner Rede widmete sich der Präsident auch dem Thema Gewalt gegen Frauen. Er verurteilte das Verhalten einiger Oppositionsvertreter, die er beschuldigte, gezielt Frauen anzugreifen. „Frauen sind unser Schatz. Frauen haben Serbien bewahrt“, betonte er und forderte besonderen Schutz für Frauen in der Gesellschaft.

Trotz seiner harten Kritik an politischen Gegnern rief Vucic zu einem besonnenen Umgang mit der Opposition auf. „Wir werden euch die Hand reichen. Wir werden uns um euch kümmern, wir werden euch nicht angreifen, denn ihr seid unsere Schwestern und Brüder, auch wenn ihr irregeführt seid“, sagte er in Richtung seiner politischen Kontrahenten.

Die Veranstaltung in Mionica fand im Vorfeld der für Sonntag angesetzten Lokalwahlen statt. Neben Vucic waren auch der SNS-Vorsitzende Milos Vucevic, mehrere Minister sowie der Gemeindepräsident von Mionica, Boban Jankovic, anwesend. Jankovic führt die Liste „Aleksandar Vucic – Das Beste für Mionica“ an.

Der serbische Präsident hatte in den vergangenen Tagen bereits die Gemeinden Secanj und Negotin besucht, wo ebenfalls am Sonntag Kommunalwahlen stattfinden werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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