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Kassenstreit

Amalgam-Aus: Warum müssen Patienten noch immer warten?

Amalgam-Aus: Warum müssen Patienten noch immer warten?
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2 Min. Lesezeit |

Amalgam ist seit 2025 in der EU grundsätzlich verboten. Doch beim Ersatz für die günstigen Zahnfüllungen streiten ÖGK und Zahnärztekammer weiter über Material und Kosten. Nun gibt es einen neuen Vorschlag – eine Einigung soll bis Jahresende gelingen.

Seit 1. Jänner 2025 darf Amalgam in der EU grundsätzlich nicht mehr für Zahnfüllungen verwendet werden. In Österreich verhandeln die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und die Zahnärztekammer seit Herbst 2024 über geeignete Ersatzmaterialien und deren Vergütung. Eine Einigung steht weiterhin aus.

Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Füllungsmaterialien: Der günstigere Glasionomerzement beziehungsweise Steinzement ist einfach zu verarbeiten, gilt aber als weniger haltbar. Die ÖGK setzt in ihren eigenen Zahngesundheitszentren auf das hochwertigere Alkasit. Umstritten ist, welche Materialien niedergelassene Zahnärzte zu welchen Tarifen als Kassenleistung anbieten können.

Kammer bleibt vage

Auf Anfrage erklärte die Österreichische Zahnärztekammer, dass zweckmäßige Zahnfüllungen auf Kassenkosten durchgeführt würden. Gleichzeitig werde über eine bessere Qualität weiterverhandelt. Die Gespräche verliefen sehr konstruktiv, hieß es. Nahezu wortgleich hatte sich bereits im Sommer die Sozialversicherung geäußert.

Kammerpräsident Martin Hönlinger war für eine aktuelle Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Laut Kammer befand er sich auf Urlaub. Während die Verhandlungen weitergehen, hängt die finanzielle Belastung für Patienten weiterhin davon ab, welches Material verwendet wird und ob die jeweilige Ordination eine entsprechende Abrechnungsvereinbarung mit der ÖGK hat.

Neue Hoffnung auf Einigung

Am Mittwoch, dem 28. Oktober, informierte ÖGK-Obmann Andreas Huss bei einem Besuch im Salzburger Zahngesundheitszentrum über die aktuelle Lage. Dabei stellte er eine mögliche Lösung des seit Jahren andauernden Streits in Aussicht. Die ÖGK habe der Zahnärztekammer einen neuen Vorschlag mit kalkulierten Tarifen und unterschiedlich einsetzbaren Füllungsmaterialien übermittelt.

Anfang November soll das nächste Gespräch stattfinden. Laut Huss sei dabei deutlich geworden, dass bis Jahresende eine Einigung erreicht werden soll. Ob die Zahnärztekammer dem Vorschlag zustimmt und sich dadurch die Versorgung mit höherwertigen Füllungen auf Kassenkosten verbessert, bleibt abzuwarten.

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KO KOSMO-Redaktion
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