Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Hirnforschung

Labor-Hirn tastet sich vor: Winzige Zellklumpen entziffern Blindenschrift

Labor-Hirn tastet sich vor: Winzige Zellklumpen entziffern Blindenschrift
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Winziges, im Labor gezüchtetes Hirngewebe bekommt einen Tastsensor vorgesetzt. Was daraus entsteht, hat mit Blindenschrift zu tun.

Hirn-Organoide (gezüchtetes Hirngewebe) im Millimeterbereich haben Signale eines Tastsensors entschlüsselt und eine große Zahl an Braille-Buchstaben richtig zugeordnet. Laut der Studie liegt die Trefferquote bei 83 Prozent.

Auf dem Bild ist eine Flasche mit menschlichen Hirn-Organoiden zu sehen. Die Organoide, die in der aktuellen Studie zum Einsatz kamen, waren allerdings wesentlich kleiner als die abgebildeten.

Braille-Zuordnung

Die Hirn-Organoide werteten die Daten eines Tastsensors aus und wiesen die erfassten Muster jeweils einem Braille-Buchstaben zu. In 83 Prozent der Fälle erfolgte diese Zuordnung richtig.

In der Studie wurden 26 Braille-Buchstaben mit dem Tastsensor erfasst und an die Hirn-Organoide als elektrische Stimulationsmuster übermittelt.

Rolle der Stammzellen

Am Anfang jedes Menschen steht eine einzelne Zelle, die sich teilt und schließlich zu einem ganzen Organismus heranwächst. Stammzellen kommt dabei eine zentrale Rolle zu, denn sie können sich grundsätzlich zu voll funktionsfähigen Organen entwickeln.

Für die Medizin sind sie seit ihrer Entdeckung äußerst interessant, weil sie die Aussicht bieten, besonders schwere Verletzungen zu heilen, indem im Notfall ganze Organe durch nachgezüchtete ersetzt werden.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen