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Bosnier jüngster Neurochirurg in Deutschland

Mirza-Pojskic-Marburg
(FOTO: zVg.)

Mirza Pojskić (32) aus Zenica hat seinen Traum zu Beruf gemacht und arbeitet heute als Neurochirurg in Deutschland.

Als junger Medizinstudent der Universität von Sarajevo entschied er sich das Land zu verlassen, um eine professionellere Ausbildung im Bereich der modernen Neurochirurgie zu erhalten. Deutsch lernte Pojskić bereits von klein an, weshalb er sich auch dazu entschied, in ein deutschsprachiges Land auszuwandern.

Wie er selbst erzählte, habe er zahlreiche Bewerbungen verschickt und reiste mehrmals zu Interviews nach Deutschland: „Während meiner Arbeitssuche gab es oftmals Enttäuschung. Diese gehören jedoch zum Leben dazu. Es ist wichtig aufzustehen, nachdem man hingefallen ist“, so der junge Arzt.

In Deutschland habe er keine Art von Diskriminierung aufgrund seiner Herkunft erlebt. Er beschreibt die deutsche Arbeitskultur so, dass jedem Respekt entgegengebracht werde, der lernt und arbeitet, ungeachtet der Herkunft, des Glaubens und des Geschlechts. Darin sieht Mirza eine große Errungenschaft der deutschen Gesellschaft.

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Verleihung des Doktortitels
Im November 2017 promoviert er an der Phillips Universität in Marburg. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit Implantaten die bei Wirbelsäulenoperationen verwendet werden. Die Doktorarbeit war gleichzeitig auch sein Sprungbrett zu einer großen akademischen Karriere an einer der bedeutendsten Med-Unis in Deutschland.

Pojskić veröffentlichte auch Artikel zu Operationen von Gehirntumoren, welche in neurochirurgischen Kreisen auf große Aufmerksamkeit stießen.

Internationale Ausbildung
„Ich habe die Ausbildung des Europäischen Verbands für neurochirurgische Gesellschaften (EANS) abgeschlossen und habe meine Abschlussprüfung bei Dr. Kenan Arnautović, einem Top-Chirurgen aus Amerika mit Wurzeln in Bosnien abgelegt. Er gab meiner Karriere einen großen Impetus und ich bin sehr dankbar für seine Unterstützung“, so der junge Arzt.

Ein Monat verbrachte Pojskić zudem in Memphis an der Semmes-Murphey Neurosurgery Clinic, wo er sich neues Wissen rund um komplexe Operationen am menschlichen Schädel und der Wirbelsäule aneignete. Dank der Zusammenarbeit mit der Klinik in Memphis und Dr. Arnautović verfasste der junge bosnische Arzt zahlreiche wissenschaftliche Artikel, die in renommierten neurochirurgischen Magazinen abgedruckt wurden.

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