Start NEWS POLITIK DAÖ„Liste HC Strache“ verhöhnt Opfer unter Post über Unfalltod
GESCHMACKLOS

DAÖ„Liste HC Strache“ verhöhnt Opfer unter Post über Unfalltod

(FOTO: FF Neuhofen, Facebook-Screenshot)

Gestern veröffentlichte „oe24“ einen Artikel über einen schweren Autounfall in Neuhofen an der Ybbs, bei welchem ein 23-Jähriger ums Leben kam. Die DAÖ postete darunter einen provozierenden, Opfer verhöhnenden Kommentar.

Der junge Lenker verlor auf der L89 in Richtung Euratsfeld während eines Überholmanövers die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der 23-Jährige kam mit seinem BMW von der Straße ab und krachte frontal gegen die Betonmauer eines Stalls.

Auch wenn die Einsatzkräfte in nur wenigen Minuten vor Ort waren, so konnten sie für den jungen Niederösterreich nichts mehr tun. Nur wenige Minuten nach dem Aufprall konnte der Notarzt lediglich den Tod des Lenkers feststellen.

Verhöhnender Kommentar
Die Nachricht darüber veröffentlichte das Nachrichtenportal „oe24“ auch auf Facebook. Während zahlreiche User ihre Beleidsbekundungen unter den Post schrieben, so sorgte die DAÖ „Liste HC Strache“ mit ihrem Kommentar für ordentlichen Wirbel. „Und bei der Totesursache [sic.] wird Coronavirus stehen!“, schrieb jemand im Namen der offiziellen Seite der neuen Partei von HC Strache.

Nicht nur, dass dem Verfasser des Kommentars ein Rechtschreibfehler unterlaufen ist, sondern auch die Tatsache, dass man den Post über das tragische Verunglücken eines jungen Mannes für politisches Kleingeld verwendet und gleichzeitig das Opfer verhöhnt, sorgte für heftige Kritik durch die User.

(FOTO: Facebook-Screenshot)

„DAÖ “Liste HC Strache” so etwas widerliches wie euer Kommentar dazu hab‘ ich schon lang nicht mehr gelesen! 🤮🤬 Mein aufrichtiges Mitgefühl an die Familie des jungen Mannes“, schrieb eine der „oe24“-Leserinnen.

Streit um Opferzahlen
Hinter dem, de facto, mehr als unangebrachten und pietätslosen Kommentar versteckt sich eine bereits über Wochen andauernde Diskussion darüber, wer in Österreich als Corona-Todesfall gilt und wie dieser bestimmt wird. Auf der offiziellen Seite des Gesundheitsministeriums werden Corona-Tote wie folgt definiert: „Jede verstorbene Person, die zuvor COVID-positiv getestet wurde, wird in der Statistik als „COVID-Tote/r“ geführt, unabhängig davon, ob sie direkt an den Folgen der Viruserkrankung selbst oder „mit dem Virus“ (an einer potentiell anderen Todesursache) verstorben ist.“

Egal ob man über die Zählweise der Corona-Todesfällen diskutieren kann oder nicht, ein Post über den Unfalltod eines jungen Mannes ist mit Sicherheit nicht der geeignete Ort.