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Goldschmuggel

Deutsche mit 600.000 Euro Gold in Bosnien verhaftet

Deutsche mit 600.000 Euro Gold in Bosnien verhaftet
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Goldbarren im Wert von 600.000 Euro und gefälschte Euroscheine – eine Deutsche sitzt in Bosnien in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Deutsche angeklagt

Die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina hat Anklage gegen die 55-jährige deutsche Staatsbürgerin Wendler Daniele, in ihrem Umfeld als „Dani“ bekannt, erhoben. Die gebürtige Gelsenkirchenerin befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, nachdem ihr schwerwiegende Vergehen zur Last gelegt werden.

Laut Anklageschrift soll die Beschuldigte im Jahr 2025 insgesamt 26 Goldbarren im beträchtlichen Wert von knapp 600.000 Euro illegal über die Staatsgrenze nach Bosnien und Herzegowina geschmuggelt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Goldbarren zuvor in Deutschland erworben und anschließend unter Umgehung der Zollkontrollen ins Land gebracht wurden.

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Beschlagnahmte Beweise

Ein weiterer Anklagepunkt betrifft den Besitz von Falschgeld. Bei einer Hausdurchsuchung in Wendlers Anwesen in Ravno entdeckten Beamte des Innenministeriums des Kantons Herzegowina-Neretva gefälschte Euro-Banknoten in verschiedenen Stückelungen mit einem Gesamtwert von 2.370 Euro. Die Beschuldigte soll von der Fälschung gewusst, dies jedoch nicht den Behörden gemeldet haben.

Sowohl das Falschgeld als auch die Goldbarren wurden von den Ermittlern beschlagnahmt. Wie die Staatsanwaltschaft heute mitteilte, wird der Deutschen die Straftat des Schmuggels nach Artikel 214 Absatz 1 des bosnisch-herzegowinischen Strafgesetzbuches sowie Geldfälschung gemäß Artikel 205 Absatz 4 in Verbindung mit Artikel 53 desselben Gesetzes zur Last gelegt.