In einem beispielhaften Schulterschluss haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA nach intensiven Gesprächen einen bedeutenden Lohnzuwachs für rund 8.000 Arbeitnehmer in der österreichischen Papier- und Pappenindustrie erzielt.

Am 7. Mai wurde in der vierten Verhandlungsrunde ein Durchbruch erreicht, der nicht nur drohende Streikaktionen abwendet, sondern auch die Wertschätzung für die Beschäftigten unter Beweis stellt. Dieser Abschluss steht symbolisch für die zweite erfolgreiche Verhandlungsrunde in der Industrie in diesem Frühjahr, nachdem zuvor bereits in der Elektro- und Elektronikbranche eine Einigung erzielt wurde.
Unter den vereinbarten Bedingungen erfahren sowohl die Mindestlöhne als auch die tatsächlichen Löhne und Gehälter der Branche eine signifikante Aufwertung. Die Mindestvergütung wird um bemerkenswerte 7 Prozent erhöht, während die tatsächlichen Einkommen um 6,6 Prozent steigen. Darüber hinaus wird eine Teuerungsprämie von 400 Euro ausgezahlt, die in zwei Raten à 200 Euro in den Monaten Juni und Oktober gezahlt wird. Auch die Ausbildungsvergütungen der Lehrlinge werden um denselben Prozentsatz erhöht. Der aktualisierte Kollektivvertrag tritt rückwirkend zum 1. Mai in Kraft.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
Erkämpfter Fortschritt
Die Verhandlungsführer der vertretenen Gewerkschaften PRO-GE und GPA sehen in dem erzielten Ergebnis den Lohn monatelanger Auseinandersetzungen und Beharrlichkeit. „Erst der verstärkte Druck durch die Gewerkschaften und die unverzichtbare Unterstützung der Beschäftigten ermöglichten diesen durchaus nachhaltigen Fortschritt bei den Lohn- und Gehaltsstrukturen“, so die Verhandler.