Start INTEGRATION Ein Fünftel der Bevölkerung in Österreich ist im Ausland geboren
INTEGRATIONSFOND

Ein Fünftel der Bevölkerung in Österreich ist im Ausland geboren

(FOTOS: iStockphoto)

Anfang 2020 lebten knapp 1.765 Millionen Ausländer in Österreich – das ist rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. Einer der Westbalkanstaaten ist unter den Top drei Herkunftsländern.

Die Zahl der Menschen, die im Ausland geboren sind und nun in Österreich leben ist in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Derzeit machen migrierte Personen 19,8 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, Am höchsten ist der Ausländeranteil in Wien (36,7 Prozent), im Burgenland ist er mit 11,6 Prozent am geringsten.

Studie des Österreichischen Integrationsfonds
Rund ein Fünftel der Bevölkerung in Österreich ist im Ausland geboren, das entspricht 19,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. 53,2 Prozent davon stammen zudem nicht aus der EU, wie aus der aktuellen Broschüre „Bundesländer – Statistiken zu Migration & Integration 2020“ des Österreichischen Integrationsfonds hervorgeht. Darin wird die Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre gezeigt. Hierbei interessant: Vier von zehn Ausländern leben in Wien (39,7 Prozent).

Die Zuzüge haben durch die Flüchtlingskrise vor fünf Jahren einen Höchstwert erreicht – für die Integration sind das herausfordernde Aufgaben.

Susanne Raab, Integrationsministerin (ÖVP)

In Wien Serbien auf Platz 3
Die Top Drei der Herkunftsländer sind seit 2015 fast gleich geblieben. Österreichweit wird das Ranking von Deutschland, Bosnien und der Türkei angeführt. Doch in einzelnen Bundesländern ist das Bild etwas anders:

In Wien kommen die meisten Personen nach Deutschland und Bosnien aus einem weiteren Westbalkanland: Serbien. In Niederösterreich leben dafür mehr Rumänen, als in sonst einem Bundesland. Im Burgenland sind Ungarn die größte Zuwanderergruppe.

26,5 Prozent der Schüler haben Deutsch nicht als Muttersprache
Besonders im Hinblick auf die Schulen, die derzeit aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin geschlossen sind ist eine Zahl alarmierend: Im Schuljahr 2018/19 hatten 26,5 Prozent der 1.135 Millionen Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch. Im Vergleich zum Schuljahr 2015/16 ist dieser Anteil um 2,7 Prozent angestiegen.

Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich: Ausländische Arbeitskräfte sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Inländer, und die Corona-Krise dürfte diesen Trend noch verstärken. Zudem überstieg die Arbeitslosenquote in Wien im Jahr 2019 sowohl bei Inländern (9,6 Prozent) als auch bei Ausländern (16,8 Prozent) den österreichweiten Durchschnittswert (7,4 Prozent).

Vorheriger ArtikelAn Covid-19 erkrankt: Dodik nach 16 Tagen aus Krankenhaus entlassen
Nächster ArtikelErdbeben in Kroatien enthüllen bis dato größte Staatsaffäre
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!