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FINANZEN

Eine Lektion in finanzieller Unabhängigkeit

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Finanzielle Unabhängigkeit ist ein Konzept, das vor allem bei jungen Menschen immer beliebter wird und das immer häufiger in den Medien auftaucht. Aber was genau bedeutet das eigentlich und warum ist die Idee so beliebt?

Finanzielle Unabhängigkeit: Was ist das genau?

Zunächst einmal: Was genau bedeutet finanzielle Unabhängigkeit? Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, vereinfacht ausgedrückt, dass du einen Punkt erreicht hast, an dem dein passives Einkommen höher ist als deine Fixkosten. Hast du diesen Punkt erreicht, kannst du dein Leben frei von finanziellen Sorgen selbst gestalten, schließlich bist du nicht mehr darauf angewiesen, jeden Monat Geld für die Deckung deines Lebensunterhalts zu verdienen. Die finanzielle Unabhängigkeit erreicht zu haben, bedeutet jedoch nicht, die eigene Arbeit zwingend ein für alle Mal an den Nagel zu hängen. Wenn du dein Leben weiterhin so gestalten willst, dass du einige Tage in der Woche arbeiten möchtest, weil du Spaß daran hast, dann kannst du das natürlich tun – völlig unabhängig davon, dass du es nicht mehr zwingend müsstest. Der wichtigste Punkt ist nämlich der, dass du nun frei bist, selbst zu entscheiden, was du willst!

Wie lässt sich finanzielle Unabhängigkeit erreichen?

In der heutigen Zeit neigen viele Menschen dazu, auf Kryptowährungen wie Bitcoins und Shiba Inu zu setzen, um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Doch das ist nicht der Kern der FIRE-Bewegung, die nach finanzieller Unabhängigkeit strebt. FIRE steht für Financial Independence, Retire Early und beschreibt damit perfekt, was diese Bewegung ausmacht: Neben der finanziellen Unabhängigkeit wird der vorzeitige Ruhestand angestrebt. Erreichen lassen sich diese beiden Ziele in Kombination jedoch keineswegs durch Investitionen in Kryptowährungen oder Gold, sondern nur durch eine Änderung des gesamten Lebensstils.

Das hört sich nicht nur drastisch an, sondern ist es auch. Konkret bedeutet es, dass du als Mitglied der FIRE-Bewegung ausschließlich im Zeichen der Sparsamkeit und des Minimalismus lebst. Mit anderen Worten: kein Sommerurlaub, kein Essen im Restaurant und keine neue Kleidung mehr. Je sparsamer du lebst, desto mehr Geld sparst du an – und je mehr Geld du ansparst, desto mehr kannst du investieren. Diese Investitionen wiederum sorgen auf lange Sicht dafür, dass du früher in den Ruhestand gehen kannst und somit früher finanziell unabhängig bist.

Realistisch oder ein Märchen?

All das klingt wahrscheinlich sehr schön, aber auch unrealistisch. Wie sparsam musst du also wirklich sein, um so viel Geld anzuhäufen und zu investieren, dass du früh in Rente gehen kannst? Und wie ist es möglich, dass manche Menschen schon mit 35 auf einer einsamen Insel leben und angeblich im Vorruhestand sind? Wenn du wirklich bereit bist, dein Leben zu opfern, um später finanziell unabhängig zu sein, ist es durchaus möglich, dieses Ziel zu erreichen – hierfür musst du aber wahrscheinlich 40 Jahre lang auf beinahe alle angenehmen Dinge des Lebens verzichten. Das klingt dir zu radikal? Dann bleibt immer noch der positive Punkt, dass die FIRE-Bewegung vor allem junge Menschen zunehmend dazu bringt, über den Wert von Geld und die Bedeutung des Sparens und Investierens nachzudenken – und sich mit seiner finanziellen Zukunft zu beschäftigen, schadet nie! Und seien wir ehrlich: Je früher wir damit anfangen, desto besser. Die Zeit ist unser bester Freund!

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