Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Serbien-Wahl

Bis zu drei Stunden Wartezeit: Großer Andrang bei Serbien-Wahl in Wien

Bis zu drei Stunden Wartezeit: Großer Andrang bei Serbien-Wahl in Wien
(FOTO: Lesereporter)
2 Min. Lesezeit |

Serbien wählt – und der enorme Andrang ist selbst in Wien zu spüren: Ein KOSMO-Leser berichtet von stundenlangen Wartezeiten vor dem Wahllokal.

Die vorgezogene Parlamentswahl in Serbien sorgt an diesem Sonntag nicht nur in Belgrad, Novi Sad und anderen serbischen Städten für lange Schlangen. Auch in Wien warten zahlreiche serbische Staatsbürger darauf, ihre Stimme abzugeben. Ein Foto, das KOSMO von einem Leser am Sonntagvormittag erhalten hat, zeigt den großen Andrang vor dem Wahllokal in der österreichischen Hauptstadt.

Nach Angaben unseres Lesers müssen Wahlberechtigte in Wien derzeit mit Wartezeiten von bis zu drei Stunden rechnen. Trotz der langen Schlange bleiben viele vor Ort und warten geduldig darauf, ihre Stimme abgeben zu können. Der Andrang in Wien passt damit zu den Bildern aus Serbien: Auch dort bildeten sich bereits am frühen Morgen lange Warteschlangen vor zahlreichen Wahllokalen.

Hoher Andrang

Bei der heutigen vorgezogenen Parlamentswahl sind rund 6,45 Millionen Menschen wahlberechtigt. Gewählt werden die 250 Abgeordneten der serbischen Nationalversammlung. Insgesamt treten 18 Wahllisten an. Auch die Diaspora spielt eine sichtbare Rolle: Mehr als 102.000 serbische Staatsbürger haben sich für die Stimmabgabe im Ausland registriert, gewählt wird an 93 Wahllokalen in 37 Ländern.

Bereits am Vormittag zeichnete sich eine ungewöhnlich hohe Beteiligung ab. Lange Schlangen wurden aus mehreren Städten Serbiens gemeldet. Auch Präsident Aleksandar Vučić musste laut Reuters selbst beinahe zwei Stunden warten, bevor er seine Stimme abgeben konnte. Der Andrang macht deutlich, welche Bedeutung viele Wählerinnen und Wähler dieser Wahl beimessen.

Ergebnisse am Abend

Die Wahllokale schließen um 20 Uhr. Klassische Exit-Polls gibt es in Serbien nicht. Mit den ersten belastbaren Hochrechnungen beziehungsweise Ergebnisprojektionen von Wahlbeobachtern ist daher voraussichtlich gegen 21.30 bis 22 Uhr zu rechnen. Die Organisationen CRTA sowie CeSID/Ipsos wollen am Abend auf Basis ihrer Stichproben erste Projektionen zum Wahlergebnis veröffentlichen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen