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EU treibt bosnische Milchbauern in den Abgrund

(Foto: zVg.)

Der Molkereiverband Bosnien-Herzegowinas warnt vor der dramatischen Situation der Milchbauern. Seit dem EU-Beitritt Kroatiens müssen bosnische Milchbauern jährlich 15 Millionen Euro einbüßen.

Die Angst der bosnischen Milchbauern steigt – denn die Anzahl der Hersteller aus der EU machen Bosnien-Herzegowina, mit den sinkenden Preisen, wettbewerbsunfähig. Aufstände seitens der Milchbauern habe es bereits gegeben, das Landwirtschaftsministerium ist der Problematik nicht nach gegangen, wie bosnische Medien berichten.

Ab dem 1.Februar tritt ein neues Stabilisierungsabkommen mit der EU in Kraft. Milchbauern gehen davon aus, dass sie diese Abkommen weiter in den Ruin treiben wird. Sollte der Milchsektor in Bosnien-Herzegowina völlig ausgelöscht werden, könnte dies die gesamte Landwirtschaft betreffen.

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Die Europäische Kommission hat den Einspruch der Republik Kroatien in Bezug auf die Ausfuhr von Milch und Milchprodukten aus Bosnien-Herzegowina in die EU abgelehnt. Bosnische Milch kann ab morgen in die EU exportiert werden.

 

Insgesamt gibt es in Bosnien-Herzegowina rund 13.000 Milchbauern, die derzeit um ihre Existenz bangen müssen. Seit dem EU-Beitritt Kroatiens verliert die bosnische Milchwirtschaft Schätzungen nach 15 Millionen Euro pro Jahr. Die bosnische Regierung verschärfte die Lebensmittel- und Veterinärstandards, die nicht dem EU-Standard entsprechen. Der Großteil der Milchproduktion wurde nach Kroatien geliefert. Die Milchbauern in Bosnien-Herzegowina befürchten mit billigeren Milchpreisen aus der EU überschwemmt zu werden.