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Kontrollen

Fingerabdruck statt Passstempel – Was ab Oktober an Kroatiens Grenzen droht

Fingerabdruck statt Passstempel – Was ab Oktober an Kroatiens Grenzen droht
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3 Min. Lesezeit |

Biometrische Daten statt Passstempel: Die EU revolutioniert ihre Grenzkontrolle. Das neue System startet ab Oktober 2025 und verspricht mehr Sicherheit – fordert aber auch mehr Geduld.

Ab Oktober 2025 ändert sich das Einreiseprozedere an den EU-Außengrenzen grundlegend: Statt des traditionellen Passstempels müssen Reisende aus Nicht-EU-Staaten künftig biometrische Daten hinterlassen. Das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES) wird zunächst an den Außengrenzen von 29 europäischen Ländern eingeführt, darunter auch Kroatien.

Wie die EU-Kommission mitteilte, erfolgt die Implementierung in mehreren Phasen über einen Zeitraum von sechs Monaten. Das System startet am 12. Oktober 2025 mit der ersten Einführungsphase. Die vollständige Funktionsfähigkeit an sämtlichen Grenzübergängen soll bis zum 10. April 2026 erreicht sein. Das System erfasst neben biometrischen Merkmalen auch detaillierte Reisedaten und ermöglicht die sofortige Identifizierung von Personen, die ihre zulässige Aufenthaltsdauer überschreiten.

Die erhobenen Daten werden standardmäßig drei Jahre gespeichert – bei Verstößen gegen Aufenthaltsbestimmungen verlängert sich die Speicherfrist auf fünf Jahre. Die Datenverarbeitung erfolgt nach Angaben der EU-Kommission in vollständiger DSGVO-Konformität unter Einhaltung aller europäischen Datenschutzbestimmungen. Reisenden wird geraten, während der Einführungsphase mehr Zeit für Grenzübertritte einzuplanen, da die Verfahren je nach Kontrollpunkt variieren können.

Sicherheit und Innovation

Die Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Henna Virkkunen, bezeichnete die Neuerung als wichtigen Fortschritt, „um die EU zum fortschrittlichsten Reiseziel der Welt zu machen“. Magnus Brunner, EU-Kommissar für Inneres und Migration, betonte den Sicherheitsaspekt: Das EES werde die Sicherheit im Schengen-Raum verbessern.

Die Maßnahme ist Teil der umfassenderen „Smart Borders“-Initiative der Europäischen Union, die auf effizientere Grenzkontrollen und verstärkte Maßnahmen gegen illegale Migration abzielt.

Praktische Umsetzung

Bei der Erstregistrierung wird entweder ein Fingerabdruck oder ein Gesichtsbild erfasst – nicht beide biometrischen Merkmale gleichzeitig, wie die kroatische Tageszeitung Vecernji List berichtet. Nach erfolgreicher Registrierung entfällt bei späteren Grenzübertritten der herkömmliche Passstempel.

Das österreichische Innenministerium weist darauf hin, dass während der Übergangszeit möglicherweise nicht an allen Kontrollpunkten die Erfassung biometrischer Daten möglich sein wird. Touristen und Reisende sollten daher mit längeren Wartezeiten rechnen, da die schrittweise Systemeinführung unterschiedliche Abläufe an verschiedenen Grenzübergängen zur Folge haben kann.

Nach vollständiger Einführung des Systems ist die Entwicklung einer begleitenden Anwendung geplant, die den Einreiseprozess für Reisende vereinfachen soll. Parallel dazu steht für Ende 2026 die Implementierung des ETIAS-Systems (elektronische Reisegenehmigung) auf der Agenda – eine elektronische Reisegenehmigung für Bürger aus visabefreiten Staaten.

Zudem tritt im Oktober 2025 eine Änderung bei Überweisungen in Kraft.

Wer die Einreise nach Kroatien erfolgreich absolviert hat, kann sich übrigens auf hervorragende Badegewässer freuen, die zu den besten in ganz Europa zählen.

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KO KOSMO-Redaktion
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