Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Naturkatastrophe

Flammen-Inferno in Kroatien: Einsatzkräfte im Kampf gegen 3-Kilometer-Feuerfront

Flammen-Inferno in Kroatien: Einsatzkräfte im Kampf gegen 3-Kilometer-Feuerfront
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Drei Kilometer Flammenmeer östlich von Split: 150 Feuerwehrleute und Löschflugzeuge kämpfen gegen einen Waldbrand, der in der Nacht ausbrach und zahlreiche Olivenhaine vernichtete.

📍 Ort des Geschehens

Ein großflächiger Waldbrand hat in der Nacht auf Montag die Region östlich von Split in Kroatien erfasst. Im Gebiet Jesenice wütet seit etwa 2 Uhr morgens ein Feuer, das sich laut dem kroatischen Rundfunk HRT über eine Länge von rund drei Kilometern erstreckt. Heftige Bora-Böen fachten die Flammen rasch an und erschwerten den Einsatzkräften die Löscharbeiten erheblich.

Aktuell bekämpfen etwa 150 Feuerwehrleute mit 50 Fahrzeugen den Brand, wobei sie von vier Canadair-Löschflugzeugen der kroatischen Luftwaffe aus der Luft unterstützt werden. Der Feuerwehrkommandant der Gespanschaft Split-Dalmatien, Ivan Kovacevic, gab an: „Die Situation ist nicht mehr dramatisch. Derzeit handelt es sich vor allem um starke Rauchentwicklung, doch der starke Wind könnte im Tagesverlauf erneut Probleme verursachen.“

Der kroatische Wetterdienst meldete für Montag starke bis stürmische Bora-Winde in der Region Split, die eine rasche Brandausbreitung begünstigen. Die Einsatzleitung warnte vor möglichen Windauffrischungen im Tagesverlauf, die die Löscharbeiten weiter erschweren könnten.

Schäden und Gefahren

Die Einsatzkräfte konnten Wohnhäuser und Gebäude weitgehend vor den Flammen bewahren. Zum genauen Ausmaß der Sachschäden liegen noch keine detaillierten Informationen vor. Besonders betroffen ist jedoch die Landwirtschaft in der Region – zahlreiche Oliven- und Feigenbäume wurden durch das Feuer vernichtet.

In einigen Dörfern fiel zudem die Stromversorgung aus. „Es gibt keine Verletzten. Einige der Feuerwehrleute erlitten leichte Rauchvergiftungen, aber nichts Ernstes“, berichtete Kovacevic. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Tage andauern.

Zeitweise bestand laut dem Feuerwehrkommandanten die Gefahr, dass die Flammen auf benachbarte Häuser übergreifen könnten.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen