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Gefühle am Arbeitsplatz: Freude, Tränen und Wutausbrüche

Emotionen im Job kann man nicht ausblenden. Doch wie kann man mit ihnen richtig umgehen? (Foto: iStock)

Gefühle kann man am Arbeitsplatz nicht abdrehen, dessen ist sich jeder schon einmal bewusst geworden. Wenn es im Büro stressig wird oder dich der Arbeitskollege zur Weißglut treibt. Doch wie reagiert man in solchen Situationen am besten? 

Wie man mit Emotionen im Job umgehen soll, lässt sich schnell beantworten. Ein Arbeitnehmer ist besser dran, wenn er seine Gefühle einigermaßen unter Kontrolle hat. Besonders bei extremen Gefühlsausbrüchen, wie Weinen oder Wut. Solche Auftritte sind im Berufsalltag selten angebracht und können eher dem Ruf des Betroffenen schaden. Da kann man schnell den Stempel der hysterischen Zicke oder des Cholerikers im Büro aufgedruckt bekommen.

Differenzierten zwischen Kunden und Kollegen

Beim genaueren Hinsehen muss jedoch differenziert werden, ob Emotionen angebracht sind oder eher nicht. Dazu muss man die Situation gut einschätzen. Sind es positive oder negative Gefühle die man äußern möchte? Wer ist der Empfänger, etwa Kunden oder Kollegen? Arbeitet man beispielsweise im Verkauf dann sind ein freundliches und zuvorkommendes Verhalten Kunden gegenüber erwünscht. Anders hingegen bei Berufen wo Autorität und Gehorsam gefragt sind. Polizisten, Staatsanwälte, Justizbeamte und Arbeitnehmer in ähnlichen Berufen sind mit einer verständnisvollen Einstellung häufig überfordert.

Vorsichtig mit der Tränendrüse

Intern sollte man sowohl dem Arbeitgeber als auch Arbeitskollegen eine freundliche Attitüde entgegenbringen. Heftige Gefühlsausbrüchen wie Tränen und Wut schaden dem Arbeitnehmer. Sie gelten auch als Zeichen von Überforderung. Dadurch würde die Souveränität, die für den Berufsalltag entscheidend ist, verloren gehen. Sinnvoll ist daher eine distanzierte Haltung. Das innerste geht niemanden etwas an, denn man ist schließlich auf Anschlusskommunikation angewiesen und muss mit den Kollegen auch die darauf folgenden Tage zurecht kommen.

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Keine Täuschungsmanöver

Bei Serviceberufen stellt sich die Frage ob man  Emotionen vortäuschen soll. Und auch versteckte und unterdrückte Wut ist letztlich nichts anderes, als ein Gefühl, das vorgetäuscht und wenig überzeugend ist. Vorgetäuschte Emotionen allerdings kommen bei dem Empfänger sehr schnell wenig überzeugend und authentisch an, man ist also bald entlarvt und hinterlässt damit einen äußerst schlechten Eindruck.

Die goldene Mitte

Im Zweifel sollte man sich immer bemühen, authentisch und überzeugend anzukommen, denn nur dann fühlt sich der Kunde oder auch der Kollege ernst genommen. Vorgetäuschte Freude kann sowohl von Kunden als auch Arbeitskollegen als geringe Wertschätzung aufgefasst werden. Hilfreich ist es den goldenen Mittelweg zwischen Verständnis und Authentizität zu wählen, so schwer er auch manchmal sein mag (Mehr Tipps unter arbeits-abc.de).