Start NEWS POLITIK Grünflächen statt Beton: So soll der neue Praterstern aussehen
NEUES PROJEKT

Grünflächen statt Beton: So soll der neue Praterstern aussehen

(FOTO: PID/Christian Fürthner)

Doppelt so viel Grün, doppelt so viele Bäume und cooles Wasserspiel für Hitzetage –Planungsstadträtin Ulli Sima, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Bezirksvorsteher Alexander Nikolai und ÖBB-Infrastruktur AG Vorständin Silvia Angelo präsentierten heute die Pläne für den neuen Praterstern.

Der Praterstern wird von einem betonlastigen Verkehrsknotenpunkt zu einer grünen und coolen Aufenthaltsoase mit einem 1.400 m2 begrünten Ring um den gesamten Platz. „Unser Ziel war ganz klar: Viel mehr Grün, viel mehr Bäume, weniger Beton – für einen lebendigen urbanen Platz, den täglich bis zu 150.000 Menschen frequentieren. Und es ist uns gelungen, denn wir werden den Grünraum auf fast 8.000 m2 verdoppeln. Die Hitzeinsel Praterstern wird mit unseren Maßnahmen massiv entschärft“, so Planungsstadträtin Ulli Sima bei der heutigen Präsentation der Pläne.

Natürlich bleibt der Praterstern aber auch weiterhin ein zentraler Verkehrsknotenpunkt mit Straßenbahnen und Bussen auf der Oberfläche – nur eben grüner. Baubeginn ist im Herbst 2021, fertig sein soll der neue Platz im Sommer 2022.

„Wir machen den Praterstern grüner und kühler. Dafür sorgen 55 neue Bäume, neue Pflanzen und zusätzliche vertikale Begrünungen“, betonte Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, der auf das innovative Prinzip der „Schwammstadt“ bei der Baumpflanzung verweist: „Die Bäume, die gepflanzt werden, sind hitzeresistenter und werden besser mit Wasser versorgt. Damit können sie auch unter schwierigen Bedingungen ihre kühlende und schattenspendende Funktion erfüllen.“

Der Leopoldstädter Bezirksvorsteher Alexander Nikolai sieht in der Aufwertung einen enormen Gewinn für den Bezirk: „Der neu gestaltete Stern in der Mitte der Leopoldstadt verwandelt sich für die tausenden Menschen, die hier wohnen oder unterwegs sind, zum echten Wohlfühlort. Gemeinsam mit der neuen Polizeistation und dem im Bau befindlichen Restaurant wird der coole, begrünte Praterstern zu einer Visitenkarte für die vielseitige und bunte Leopoldstadt.“

Die ÖBB sind Partner der Stadt bei diesem Projekt: ÖBB-Infrastruktur AG Vorständin Silvia Angelo hebt die Verbesserungen bei den Unterführungen, die zum Praterstern führen hervor. Diese werden besser beleuchtet und teilweise mit einer Effektbeleuchtug ausgestattet. Der zukünftig viel hellere Eindruck verbessert das subjektive Sicherheitsgefühl spürbar. „Der gelungene Mix aus grünen Maßnahmen, mehr Platz zum Verweilen und besserer Beleuchtung wird den Praterstern weiter aufwerten und das Sicherheitsempfinden vor Ort verbessern. Die Menschen werden gerne hierherkommen“, so Angelo.

Mehr Grünraum und begrünter Ring rund um den Praterstern mit 1.400 m2
Der Praterstern soll durch einen Ring aus 2,5m breiten, leicht erhöhten Pflanzbeeten eingefasst werden, einem begrünten Ring mit 1.400 m2. Die ausgewählten Pflanzen sind hitze-, trockenheits- und streusalzbeständig. Der begrünte Ring kann auch als „psychologischer Lärmschutz“ verstanden werden, da er im Sitzen den Verkehr optisch ausblendet. Ergänzende Bepflanzungen mit hitzeresistenten Bäumen und Gräsern tragen dazu bei, den Platz vor Überhitzung zu schützen. Insgesamt wird der Baumbestand auf 119 Stück erhöht!

„Die Hitzeinsel Praterstern wird mit unseren Maßnahmen massiv entschärft“

Planungsstadträtin Ulli Sima

Wasserspiel beim Tegetthoff-Denkmal
Ein sternförmiges, knapp 500 m2 großes Wasserspiel, dient neben der Abkühlung auch als Wegweiser: Die Arme des Sterns zeigen strahlenförmig in die Richtung einiger bedeutender Sehenswürdigkeiten und Naherholungsgebiete Wiens. Die Arme des Sterns Kühlende Wasserstrahler, Sprinkler und Vernebler wechseln sich je nach Temperatur und Jahreszeit ab und erzeugen eine angenehme Geräuschkulisse.

Mehr Platz für alle!
Eine Fülle an diversen Sitzgelegenheiten ermöglichen ein angenehmes Verweilen im Freien mit viel Platz für alle: So etwa die sogenannten Pratoide, also pratersternförmige, elliptische Baumelemente aus Betonfertigteilen, die mit Sitzschalen bestückt sind und ein Verweilen im natürlichen Schatten der Bäume am Praterstern ermöglichen. „Gerade in den aktuellen Corona-Zeiten sieht man, wie wichtig große, attraktive Plätze für die Wienerinnen und Wiener sind. Diesen Weg der großflächigen Entsiegelung und der Schaffung von modernen, grünen und coolen Plätzen werden wir konsequent weitergehen, der Praterstern ist der Anfang“, so Sima abschließend.

Quellen und Links: