Start NEWS CHRONIK „Kein Serbe als Freund erlaubt“: Eltern von misshandelter Tochter werden abgeschoben
KRANKENHAUSREIF GESCHLAGEN

„Kein Serbe als Freund erlaubt“: Eltern von misshandelter Tochter werden abgeschoben

Symbolbild (FOTO: iStockphotos)

Der Fall reiner 17-jährigen Bosniakin, die aufgrund einer Beziehung zu einem Serben von ihren Eltern krankenhausreif geprügelt wurde, sorgte für internationale Schlagzeilen. Nun leitet Frankreich rechtliche Schritte ein.

Die bosnischstämmigen Eltern der 17-Jährigen waren gegen die Beziehung ihrer Tochter zu einem Christen, bzw. einem orthodoxen Serben. Aus diesem Grund sollen sie sie schwer körperlich misshandelt haben und ihr sogar den Kopf kahl geschoren haben. (KOSMO berichtete) Das Mädchen musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Eltern, sowie der Onkel und die Tante des Opfers wurden verhaftet. Die 17-Jährige befindet sich unter Polizeischutz.

Innenminister kündigt Abschiebung an
„Rasiert und geschlagen, weil sie “einen Christen liebte”. Ich bin tief schockiert von dieser Folter an diesem 17-jährigen Mädchen. Die vier Angeklagten wurden in Gewahrsam genommen. Diese Barbarei erfordert die strengsten Sanktionen“, twitterte der französische Innenminister Gérald Darmanin.

Eigentlich hätten die Eltern inklusive ihrer fünf Kinder noch Anfang dieses Jahres abgeschoben werden sollen, da ihr Aufenthaltstitel mit 2019 ablief. Aufgrund der Corona-Krise kam es jedoch zu keiner Abschiebung. Nach Beendigung des ausstehenden Gerichtsverfahrens sollen nun die Eltern aus dem Land ausgewiesen werden, während dem Onkel und der Tante der Flüchtlingsstatus aberkannt werden soll.