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Telekommunikationskrise

Kündigungswelle bei Drei: 90 Jobs wackeln – Branche unter Druck

Kündigungswelle bei Drei: 90 Jobs wackeln – Branche unter Druck
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2 Min. Lesezeit |

Sparkurs in der Telekommunikation: Mobilfunker Drei meldet 90 Mitarbeiter zur Kündigung an. Die Branche kämpft mit Wettbewerbsdruck und steigenden Kosten.

Der Mobilfunkanbieter Drei hat beim Arbeitsmarktservice 90 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Ein Unternehmenssprecher bestätigte dies gegenüber dem KURIER und erklärte, der Schritt sei notwendig, um weiterhin in Innovation, Kundenservice und Netzausbau investieren zu können. Von den insgesamt über 1.600 Beschäftigten soll nur ein kleiner Teil betroffen sein.

Das Unternehmen betont, dass der Stellenabbau möglichst durch natürliche Fluktuation, freiwillige Pensionierungen und einvernehmliche Lösungen erfolgen soll. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Die endgültige Zahl der Kündigungen könnte noch unter den gemeldeten 90 Stellen liegen.

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Wirtschaftlicher Druck

Die Telekommunikationsbranche steht unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Intensiver Wettbewerb und steigende Ausgaben für Energie, Personal und Immobilien belasten die Netzbetreiber zunehmend. Trotz dieser Herausforderungen investiert Drei derzeit 1,2 Milliarden Euro in den 5G-Netzausbau.

Der Konzern sieht sich dabei mit bürokratischen Hürden, strengen Regulierungen und rechtlichen Unsicherheiten konfrontiert. Drei-Chef Schrefl äußerte kürzlich Bedenken, dass es zunehmend schwieriger werde, Investoren von Österreich als attraktivem Wirtschaftsstandort zu überzeugen.

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Branchenweiter Trend

Der Personalabbau ist kein Einzelfall in der Branche. Bei A1 sollen im laufenden Jahr 650 Arbeitsplätze wegfallen, wie Thomas Arnoldner, stellvertretender CEO der Telekom-Gruppe, dem KURIER bestätigte. In den vergangenen Jahren wurden bei A1 jährlich bis zu 500 Stellen gestrichen.

Die Mitarbeiterzahl des Unternehmens in Österreich ist seit 2020 von 7.300 auf aktuell 5.600 gesunken.

Lediglich Magenta plant derzeit keinen Stellenabbau, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte.

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KO KOSMO-Redaktion
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