Ein Diamantcollier im Millionenwert, ein Hammer, zwei Männer – und ein Museumsbesuch, der in einem Raubüberfall endet.
Mitten am Donnerstagnachmittag wurde aus dem Museum für angewandte Kunst in Wien ein Diamantcollier mit mehr als 673 Steinen und einem Gesamtgewicht von 200 Karat entwendet. Zwei Männer zertrümmerten die Vitrine und flohen anschließend mit dem Schmuckstück.
Bewaffneter Kunstraub
Die Täter hatten das Museum zuvor regulär betreten – sie kauften Eintrittskarten und mischten sich unter die Besucher. Im Ausstellungsraum schlugen sie dann gezielt mit einem Hammer auf die Vitrine ein. Laut Polizei Wien soll einer der beiden Männer dabei eine mutmaßlich echte Schusswaffe bei sich gehabt haben: „Nach aktuellem Ermittlungsstand soll einer der Täter zudem eine mutmaßlich echte Schusswaffe mitgeführt haben.“ Nach der Tat flüchteten beide zu Fuß in Richtung Stadtpark. Der Wert des Colliers war vor zehn Jahren bei einer Auktion in New York auf 4,3 Millionen Dollar – umgerechnet rund 3,7 Millionen Euro – taxiert worden.
Fahndung läuft
Die Fahndung nach den Flüchtigen läuft sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die beiden Verdächtigen werden als schlank und zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß beschrieben; zum Tatzeitpunkt trugen sie dunkle Kleidung. Da sie keine Maskierung trugen, wurden sie von den Überwachungskameras des Museums erfasst. Dennoch sind die Männer weiterhin auf freiem Fuß.
Die Ermittler analysieren derzeit unter anderem den Kauf der Eintrittskarten, um die Identität der Täter festzustellen.