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AUCH IN NAHRUNGSMITTELN

Langzeitstudie bestätigt: Sperma hält jung!

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(FOTO: iStock)

Wissenschaftliche Untersuchungen der Uni Innsbruck haben bestätigt, dass Spermidin einen Anti-Aging-Effekt hat. Das Wundermittel ist aber nicht nur im Sperma enthalten.

Das natürliche Polyamin ist bereits aus Versuchen mit Mäusen und Fruchtfliegen bekannt: „Spermidin ist eine der wenigen Substanzen, die den Selbstreinigungsprozess der Zellen – die Autophagie –im Körper ankurbelt. Die Zelle verjüngt sich dadurch quasi selbst“, erklärt Studienleiter Stefan Kiechl.

20 Jahre lang wurde über 800 Probanden regelmäßig mindestens 80 Mikromol, also ungefähr 12 Milligramm, Spermidin pro Tag verabreicht. Das soll, im Vergleich zu jenen die sich sperdmidinarm ernährt haben, ihre gesunde Lebenserwartung erheblich gesteigert haben.

„Man weiß schon lange, dass Spermidin für die Alterungsforschung interessant ist. Nimmt der Gehalt der Substanz in bestimmten Geweben, zum Beispiel in der Haut, ab, dann altert sie“, so Kriechl. Nun wurde bewiesen, dass die Zellverjüngung durch die Ernährungsumstellung angeregt wird.

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Im Laufe des Lebens nimmt der Spermidingehalt in den Zellen ab, mit der richtigen Ernährung kann der Alterungsprozess jedoch entschleunigt werden, so auch Markus Metka, Facharzt für Endokrinologie und Präsident der Österr. Anti-Aging-Gesellschaft, laut dem „Kurier“. Er empfiehlt es sich an asiatische Essgewohnheiten zu orientieren: „Japaner haben die höchste Lebenserwartung, das ist mit Sicherheit auf ihre Nahrungsmittel zurückzuführen. Vor allem die Sojabohne, die ein großer Bestandteil der traditionellen japanischen Küche ist, ist sehr reich an Spermidin. Sie ist ein richtiges Superfood.“

Wer bei der „heimischen Küche“ bleiben möchte, der greift am besten Keimgemüse, Erbsen, Vollkornprodukte, Äpfel, Salat, Pilze, Nüsse, Kartoffeln oder gereifter Käse. Auch Fasten kann die Selbstreinigung fördern: „Auch das haben wir getestet. Man müsste aber zehn, am besten 20 Stunden lang auf Nahrung verzichten, um den Selbstreinigungsprozess zu stimulieren“, erklärt Metka.