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Medienfusion

Millionen-Deal: Dieser TV-Sender übernimmt Sky

Millionen-Deal: Dieser TV-Sender übernimmt Sky
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2 Min. Lesezeit |

Die RTL Group übernimmt die Sky-Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz für 150 Millionen Euro. Diese überraschende Entwicklung umfasst auch die Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol. Gemeinsam verfügen die Unternehmen über 11,5 Millionen zahlende Sky-Abonnenten und erwirtschafteten 2024 pro forma 4,6 Milliarden Euro.

Stephan Schmitter, CEO von RTL Deutschland, betont die strategische Bedeutung des Zusammenschlusses: „Wir bringen zwei große europäische Medienmarken zusammen und schaffen eine führende Streaming- und TV-Plattform. Beide Unternehmen ergänzen sich ideal. RTL steht für große Shows und Sport-Highlights, unabhängigen Journalismus und die beliebtesten Reality-Formate.“

Der RTL-Chef sieht in der Fusion erhebliche Synergieeffekte: „Zusammen mit unseren außergewöhnlichen Kreativen, bekannten Köpfen und Talenten schaffen wir ein in Europa einzigartiges Angebot, das wir gemeinsam weiterentwickeln werden – von Free bis Premium, von linearem TV bis Streaming. Für unser Publikum bedeutet das: Noch mehr Content-Auswahl – auf allen Kanälen und Endgeräten.“

Schrittweise Integration

Trotz der Vereinbarung werden beide Medienkonzerne vorerst selbständig agieren. Die vollständige Integration der Sky-Geschäfte in die RTL Group kann erst nach Erhalt aller behördlichen Genehmigungen erfolgen, was für 2026 erwartet wird. Der vom Verwaltungsrat der RTL Group bereits genehmigte Deal unterliegt noch der Zustimmung der Wettbewerbs- und Medienkonzentrationsbehörden.

Für bestehende Sky- und RTL+-Abonnenten ändert sich durch die Übernahme vorerst nichts. Beide Unternehmen haben bestätigt, dass die aktuellen Preismodelle und Content-Angebote bis zum Abschluss der behördlichen Prüfungen unverändert bleiben. Konkrete Änderungen für Kunden wurden bislang nicht angekündigt.

Streaming-Strategie

Die Übernahme markiert einen weiteren strategischen Schritt des Fernsehkonzerns, der bereits in den vergangenen Jahren seine Präsenz im Streaming-Segment deutlich ausgebaut hat. Mit dem eigenen Abonnementdienst RTL+ und der Übertragung von Sportereignissen wie der UEFA Europa League hatte der Sender bereits zuvor seine Diversifizierungsstrategie vorangetrieben.

Der vom Verwaltungsrat der RTL Group bereits genehmigte Deal unterliegt noch der Zustimmung der Wettbewerbs- und Medienkonzentrationsbehörden.

Branchenexperten gehen davon aus, dass erst ab 2026, nach vollständiger Integration, mögliche Anpassungen bei Angeboten oder Preisen zu erwarten sind. Details dazu werden voraussichtlich erst nach der endgültigen Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden kommuniziert.