Eine Routinekontrolle endet in einer Tragödie – und hält eine ganze Gemeinde in Atem.
Bei einer Waffenkontrolle in der oberpfälzischen Gemeinde Berngau ist es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen: Ein Mitarbeiter des Landratsamts wurde erschossen. Der mutmaßliche Schütze hat sich anschließend in einem Wohnhaus verbarrikadiert. Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.
Großeinsatz in Berngau
Ausgelöst wurde der Einsatz gegen 14 Uhr, nachdem Anwohner „schussähnliche Geräusche“ gemeldet hatten. Die eintreffenden Kräfte erkannten rasch die Schwere der Lage. Polizeisprecher Jonas Kraus bestätigte: „Nach derzeitigen Erkenntnissen befindet sich eine männliche Person in einem Wohnhaus in Berngau, welche mutmaßlich mehrere Schüsse abgegeben hat.“ Neben Bodenkräften sind ein Hubschrauber sowie ein Panzerwagen im Einsatz.
Die rund 2.600 Einwohner zählende Gemeinde ist weiträumig abgeriegelt. Die Behörden wandten sich mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung: „Die Bevölkerung im Bereich Berngau wird weiterhin dringend gebeten, die Häuser nicht zu verlassen und dort zu bleiben.“ Laut Informationen der Bild-Zeitung soll sich zudem eine Kollegin des getöteten Mitarbeiters noch im Gebäude aufhalten – ihr Zustand ist derzeit unbekannt.