Ein Schuss, ein Fluchtwagen, ein toter Arzt – in Marbella endet ein Mittwochabend mit einem gezielten Attentat mitten in einer Praxis.
In Marbella ist am Mittwochabend ein deutscher Schönheitschirurg in seiner eigenen Praxis erschossen worden. Der Angriff ereignete sich gegen 18 Uhr und wird von der örtlichen Polizei als gezieltes Attentat eingestuft.
Der 57-jährige Arzt befand sich zum Zeitpunkt der Tat in seinen Praxisräumen, als ein schwarz gekleideter Mann das Feuer auf ihn eröffnete. Anschließend floh der Täter gemeinsam mit einem Komplizen auf einem Motorrad. Die Tatwaffe wurde bislang nicht sichergestellt.
Karriere des Opfers
Der getötete Chirurg hatte seine medizinische Laufbahn an der Universität Innsbruck begonnen und seine Facharztausbildung in Südafrika abgeschlossen. Über Stationen in Aachen, Salzburg und London gelangte er schließlich nach Marbella, wo er sich 2008 niederließ. Er hatte sich auf Brazilian-Butt-Lifts (Gesäßvergrößerungen) spezialisiert und im Laufe seiner Karriere mehr als 14.000 Eingriffe durchgeführt.
Ermittlungen laufen
Obwohl der Rettungsdienst rasch am Tatort eintraf, war für den Chirurgen jede Hilfe zu spät. Er wurde kurz darauf in einer Klinik für tot erklärt. Laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus.
Wer hinter der Tat steckt und in welcher Beziehung der Schütze zum Opfer stand, ist derzeit noch ungeklärt.