Start NEWS PANORAMA Mord in Innsbruck: Nach Verwirrung Verdächtiger doch inhaftiert
BOGENMEILE

Mord in Innsbruck: Nach Verwirrung Verdächtiger doch inhaftiert

Mord-Innsbruck-Afghane-Bogenmeile
(FOTO: Screenshot/ORF TVthek/Vorarlberg Heute/25.11.2018, iStockphoto)

In der Nacht auf Sonntag wurde ein 21-Jähriger mit einem Messer tödlich verletzt. Kurz drauf klickten die Handschellen für zwei Afghanen.

Das Opfer war gemeinsam mit acht Bekannten aus Vorarlberg nach Innsbruck mit dem Zug gereist, wo sie gegen 22:00 Uhr ankamen. Nach Mitternacht machten sich die Freunde in ein Lokal auf, wo sie sich jedoch nur knapp 45 Minuten aufhielten.

Ein junger Mann soll die Gruppe bis zur Kreuzung Ing. Etzel-Straße/Museumstraße verfolgt und überraschend auf den 21-Jährigen von hinten eingestochen haben. Dieser war als letzter in der Gruppe unterwegs. „Seine Bekannten bemerkten nur noch, wie er zusammenbrach und wie der Täter davonlief“, so eine Sprecherin der Polizei. Den Messerangriff selbst hätten sie jedoch nicht gesehen.

Das Opfer wurde durch einen Notarzt erstversorgt und sofort in die Innsbrucker Klinik eingeliefert. Dort erlag er jedoch seinen schweren Verletzungen. Bis jetzt tappen die Ermittler noch im Dunkeln, welches Motiv hinter diesem Messerangriff steckt.

Verwirrung um Inhaftierung
Auch wenn den ersten Meldungen zu entnehmen war, dass beide wieder freigelassen wurden, befindet sich einer der Verhaftet doch im Anhaltezentrum der Polizei, wo er weiter vernommen wird. Vonseiten der Exekutive wurde zuerst berichtet, dass beide Afghanen (20 und 24) nach einer Überprüfung wieder freigelassen wurden.

Dies wurde nun berichtigt. Der 20-Jährige wurde am späten Nachmittag einvernommen. Laut Polizei bestreite er jeglichen Zusammenhang mit der Tat.

Waffenverbotszone
Nach dem tödlichen Angriff forderten die Innsbrucker ÖVP und FPÖ eine Waffenverbotszone in der „Bogenmeile“, dem bekannten Ausgehviertel der Stadt. Dies ist nun durch und tritt ab 1. Dezember offiziell in Kraft.