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Österreich entsendet mehr Polizisten an die ungarisch-serbische Grenze

(FOTO: iStockphoto/BalkansCat)
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Österreich erhöht die Zahl der Grenzpolizisten, die die ungarischen Behörden bei der Sicherung der EU-Außengrenze zu Serbien unterstützen, von 50 auf 70 Polizeibeamte, kündigte der österreichische Innenminister Gerhard Karner an.

Nach dem Arbeitsgespräch mit seinem ungarischen Amtskollegen Sandor Pinter in Wien erklärte Karner, dass 20 weitere Polizisten an die ungarisch-serbische Grenze entsendet werden.

Der Innenminister kündigte auch an, dass im Kampf gegen Schlepper und die von diesen genutzten Drohnen in Ungarn in Zukunft Polizeidrohnen aus Österreich eingesetzt werden.

Karner begründete die Aufstockung des Polizeikontingents an der ungarischen EU-Außengrenze zu Serbien mit der derzeit hohen Zahl der illegalen Wirtschaftsmigranten.

Die zusätzlichen 20 Polizeibeamten werden ihren Dienst an der ungarisch-serbischen Grenze versehen, „weil wir sehen, dass es notwendig ist, und weil wir sehen, dass das erfolgreich ist“, erklärte der Innenminister Karner, wie von der Nachrichtenagentur Tanjug berichtet.

Der Innenminister wies darauf hin, dass in Österreich von Jänner bis Ende Juli 41.900 Asylanträge gestellt wurden, während an der ungarisch-serbischen Grenze dieses Jahr rund 18.000 Personen angehalten und 80 mutmaßliche Schlepper festgenommen wurden.

Weitere 115 mutmaßliche Schlepper konnten durch gemeinsame Polizeiaktionen auf ungarischem Staatsgebiet in Grenznähe zu Österreich aufgegriffen werden.

Nun werden in gemeinsamen Polizeiaktionen zum ersten Mal Polizeidrohnen gegen Schlepperdrohnen eingesetzt, mit denen Schlepperbanden die grüne Grenze und Polizeibewegungen beobachten.

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