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Geständnis

Polizei präsentiert neue Details: Ex-Freund von ermordeter Influencerin in U-Haft

Polizei präsentiert neue Details: Ex-Freund von ermordeter Influencerin in U-Haft
FOTO: iStock/I_Valentin/Instagram
3 Min. Lesezeit |

Nach tagelanger Suche die traurige Gewissheit: Die vermisste Grazer Influencerin wurde tot in einem Koffer gefunden. Ihr Ex-Partner legte ein Geständnis ab.

Der Tod der 31-jährigen Grazerin ist nun bestätigt. Am Samstag entdeckten Ermittler ihre sterblichen Überreste in einem Koffer in einem Waldgebiet. Die Polizei informierte am Sonntag über den aktuellen Stand der Untersuchungen. Ein Kollege der als zuverlässig bekannten 31-Jährigen hatte vergangenen Sonntag Alarm geschlagen, nachdem er sie telefonisch nicht erreichen konnte und sie zu einem vereinbarten Fotoshooting in Graz nicht erschienen war.

Im Zuge der Nachforschungen geriet der ehemalige Lebensgefährte der Frau unter Verdacht, mit ihrem Verschwinden in Verbindung zu stehen. Slowenische Einsatzkräfte nahmen ihn am Montagabend fest, nachdem er in der Nähe seines brennenden Fahrzeugs bei einem Casino südlich des Grenzübergangs Spielfeld gesichtet worden war. Kurz darauf wurden auch sein Stiefvater und sein Bruder als mutmaßliche Mittäter festgenommen.

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Geständnis abgelegt

Die Ermittlungen im Fall der vermissten Grazer Influencerin scheinen weitgehend abgeschlossen: Ihr früherer Partner hat nach stundenlanger Befragung durch steirische Ermittler ein Geständnis abgelegt. Der Tatverdächtige wurde wegen Mordverdachts in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Untersuchungshaft genommen, während sein Bruder und Stiefvater aus dem Gewahrsam entlassen wurden.

Der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner sprach den Hinterbliebenen, Freunden und Bekannten des Opfers sein Mitgefühl aus. Staatsanwalt Christian Kroschl betonte bei der Pressekonferenz, dass dieser Durchbruch in den Ermittlungen durch die erfolgreiche Kooperation mit den slowenischen Behörden möglich geworden sei.

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Der Leichnam von Stefanie P. wird zur Obduktion nach Graz überführt, um die genaue Todesursache festzustellen. Die Entlassung von Bruder und Stiefvater aus der Untersuchungshaft erfolgte, „weil die Ermittlungen letztlich keinen Hinweis darauf gegeben haben, dass sie am Mord beteiligt gewesen sind“. Den vermeintlichen Notruf der Nachbarn wegen einem lautstarken Streit, soll es laut Polizei nicht gegeben haben.

Ministerinnen erschüttert

Frauenministerin Eva Maria Holzleitner und Justizministerin Anna Sporrer zeigten sich angesichts des mutmaßlichen Femizids tief erschüttert. „Diese Tat zeigt einmal mehr: Wir dürfen nicht von ‚Beziehungstaten‘ oder ‚Liebesdramen‘ sprechen. Die tödlichen Denkmuster, wonach Männer frei über das Leben ihrer Töchter, Ehefrauen oder Partnerinnen bestimmen dürfen, müssen gestoppt werden“, erklärten die beiden SPÖ-Ministerinnen in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber der APA.

Gewalt an Frauen sei ein „strukturelles Problem, dem wir als Gesellschaft geschlossen entgegentreten müssen“, forderten Sporrer und Holzleitner und verwiesen auf die laufenden 16 Tage gegen Gewalt sowie den neuen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

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Die Polizei steht als Ansprechpartner für Personen zur Verfügung, die Gewalt beobachten oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Telefonnummer der steirischen Frauenhäuser lautet 0316-429900.

Der steirische Männernotruf für Männer in Krisen- und Gewaltsituationen ist unter 0800-246247 erreichbar, das psychiatrische Krisentelefon PsyNot unter 0800-449933.

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KO KOSMO-Redaktion
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