Wiens Häuser werden billiger, doch gekauft wird mehr als zuvor. Zwischen Floridsdorf und Hietzing liegen dabei preislich Welten.
In Wien sind Einfamilienhäuser spürbar günstiger geworden. Dem REMAX ImmoSpiegel für das erste Halbjahr 2026 zufolge beträgt der typische Kaufpreis 719.277 Euro. Das ist ein Minus von 7,6 Prozent und der stärkste Rückgang unter allen Bundesländern.
Im neuen REMAX ImmoSpiegel wird für Wien im ersten Halbjahr 2026 ein typischer Kaufpreis von 719.277 Euro ausgewiesen. Gegenüber derselben Periode des Vorjahres sind die Preise damit um 7,6 Prozent gesunken. Kein anderes der neun Bundesländer verbucht im selben Zeitraum ein größeres Minus.
„Demnach lag der typische Kaufpreis für ein Einfamilienhaus in Wien bei 719.277 Euro. Das sind um 7,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.“
Der Rückgang steht für eine klare Trendwende auf dem städtischen Häusermarkt. Im Ländervergleich rutscht Wien beim typischen Preisniveau damit auf Rang zwei.
Preisgefälle in Wien
Innerhalb der Stadt liegen die Preise weit auseinander. In Wien-Floridsdorf wurden Einfamilienhäuser zu einem typischen Preis von 549.313 Euro verkauft, in Wien-Donaustadt waren es 550.645 Euro. In Wien-Hietzing zahlte man im typischen Fall 1.061.937 Euro, ein Haus kostet dort also fast doppelt so viel wie in Wien-Floridsdorf.
Damit gehört Wien-Hietzing zu den teuersten Bezirken des Landes. „Nur im Tiroler Bezirk Kitzbühel wurden bei ausreichend vielen Verkäufen noch höhere typische Hauspreise verzeichnet. Dort lag der Wert bei 1.270.698 Euro.“
Bei den typischen Kaufpreisen hat Tirol Wien inzwischen hinter sich gelassen. „Dort liegt der typische Kaufpreis mittlerweile bei 729.912 Euro. Wien folgt mit 719.277 Euro auf Platz zwei.“
Zum Vergleich: In Niederösterreich kostet ein Einfamilienhaus typischerweise 290.842 Euro, im Burgenland 225.557 Euro.
Mehr Verkäufe
Während die Preise in Wien nachgaben, legten die Verkäufe deutlich zu. Österreichweit wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 6.400 Einfamilienhäuser verkauft, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 26,7 Prozent entspricht.
In Wien stieg die Zahl der Verkäufe um 13,6 Prozent. „Die Zahlen beziehen sich auf tatsächlich abgeschlossene und im Grundbuch eingetragene Verkäufe.“