Monatelang kreisten die Gerüchte, nun macht Christine Lagarde ernst. Ihr Abschied von der EZB-Spitze hat ein konkretes Datum.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde verlässt ihr Amt am 7. Februar 2027. Damit endet ihre achtjährige Amtszeit rund neun Monate früher als vorgesehen. Bekannt wurde der Schritt am Donnerstag.
In der Mitteilung der Europäischen Zentralbank heißt es: „Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat heute den EZB-Rat und den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, darüber informiert, dass sie am 7. Februar 2027 von ihrem Amt zurücktreten wird.“
Vorzeitiger Abschied
Lagarde führt die Europäische Zentralbank seit dem 1. November 2019. Ihre auf acht Jahre angelegte Amtszeit wäre regulär am 31. Oktober 2027 abgelaufen. Mit dem nun festgelegten Termin gibt sie das Mandat deutlich früher aus der Hand.
Schon im September hatte sie gesagt: „Ich schließe nicht die Möglichkeit aus, ein paar Monate vor Ablauf meiner Amtszeit zurückzutreten.“
Spekulationen um Nachfolge
Über einen vorzeitigen Abgang der EZB-Chefin wird seit Monaten spekuliert. Lagarde wird mit einer möglichen Spitzenfunktion beim Weltwirtschaftsforum in Verbindung gebracht, das vor allem für sein jährliches Treffen in Davos bekannt ist, bei dem internationale Politiker und Wirtschaftsvertreter zusammenkommen.
Laut einem Bericht soll sie bereits Gespräche über eine Führungsrolle geführt haben.
Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.