Mehr Spiele, höhere Preise, volle Kassen. Über die Einnahmen der WM in Nordamerika kursiert eine Summe, die der Weltverband nicht bestätigt.
Die FIFA soll bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada mit Eintrittskarten und Hospitality rund fünf Milliarden US-Dollar erlöst haben. Das berichtet die Times. Eine Bestätigung des Weltverbands steht aus.
Umgerechnet entspricht die Summe etwa 4,49 Milliarden Euro. Offizielle Zahlen sollen nach den nötigen Prüfverfahren im nächsten Jahresbericht erscheinen.
Vergleich mit Katar
Ein Blick zurück zeigt die Dimension: Bei der WM in Katar lagen die Ticketerlöse bei 929 Millionen US-Dollar. 2022 standen 64 Partien im Programm. In diesem Sommer waren es nach der Aufstockung auf 48 Teams insgesamt 104 Spiele.
Die genannte Summe stammt aus dem Bericht der Times. Auf Anfrage wollte die FIFA die Höhe nicht bestätigen. Dass diesmal 104 statt 64 Spiele angesetzt waren, liefert einen Rahmen, um die damaligen 929 Millionen US-Dollar einzuordnen.
Heftige Kritik
Die hohen Preise und die Verkaufspraxis beim auf 48 Teams erweiterten Turnier lösten heftige Kritik aus. Auch die Justiz in Deutschland und den USA beschäftigte sich mit dem Ticketverkauf. Ein dynamisches Preismodell sorgte dafür, dass die Beträge stark schwankten.
Auf dem offiziellen Zweitmarkt behielt die FIFA pro Ticket 15 Prozent Gebühr ein, und zwar vom Verkäufer wie vom Käufer. Der Verband verwies zugleich darauf, dass auch günstige Eintrittskarten erhältlich gewesen seien, und auf die beschlossene höhere Ausschüttung an die Mitgliedsverbände. „Die Einnahmen des Turniers werden den FIFA-Mitgliedsverbänden beispiellose Ressourcen für Investitionen in den Fußball bereitstellen“, sagte ein FIFA-Sprecher der Times.