Das Signal ist schwach, der Boden hart. Dann blitzt etwas Gelbes im Staub auf, und ein Hobbysucher hält ein Vermögen in den Händen.
Ein Hobby-Schatzsucher ist in der Nähe von Tibooburra im Bundesstaat New South Wales auf einen Goldklumpen von mehr als einem Kilogramm gestoßen. Sein Materialwert beläuft sich auf etwa 150.000 bis 160.000 australische Dollar, das entspricht rund 130.000 Euro.
Mehrere Tage lang war der Mann mit einem Metalldetektor auf der Mount-Stuart-Station unterwegs, einer abgelegenen Rinderstation. Mitte Oktober schlug das Gerät zunächst nur schwach an. Je tiefer er grub, desto deutlicher wurde das Signal.
Der „Tibooburra Spud“
In einer weiteren Erdschicht kam schließlich ein gelber Fleck zum Vorschein. Es handelte sich um einen großen Goldklumpen, dem der Entdecker den Namen „Tibooburra Spud“ gab. Das Nugget bringt 1218 Gramm auf die Waage, rund 940 Gramm davon sind reines Gold.
Bei einem Verkauf an einen Sammler rechnet der Finder mit bis zu 200.000 AUD. Anderen Suchenden rät er, jedem Signal sorgfältig nachzugehen.
Wie ungewöhnlich ein Fund dieser Größenordnung ist, erklärt Greg Spangler, der in Broken Hill seit über zwei Jahrzehnten Ausrüstung an Goldsucher verkauft. Ein weiteres Nugget mit mehr als einem Kilogramm hat er in dieser Zeit nur ein einziges Mal erlebt. Dem hohen Goldpreis schreibt Spangler zu, dass sich mehr Menschen für die Suche interessieren. Gängiger seien kleine Nuggets oder feinste Goldflitter.
Suchverbot am Common
Die Gegend zieht schon seit dem späten 19. Jahrhundert Goldsucher an. Auf dem Tibooburra Common bleibt die Suche vorerst verboten, bis Genehmigungsfragen rund um die Rechte der indigenen Bevölkerung geklärt sind.
Auf einzelnen privaten Stationen dürfen Interessierte gegen eine Gebühr nach wie vor suchen.