Ein gemeldeter Nebenjob, dann monatelang Funkstille. Eine Wienerin wartet auf ihr Geld, nun nehmen gleich zwei Stellen den Fall unter die Lupe.
Eine 53-jährige Wienerin musste nach der Meldung einer Nebenbeschäftigung fast vier Monate auf ihre Wiener Mindestsicherung warten. Nun befasst sich die Volksanwaltschaft mit dem Fall, und auch der ORF nimmt sich der Sache an.
Nach einer längeren Erkrankung verlor die Betroffene, die in der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ als Frau L. bezeichnet wird, ihren Arbeitsplatz. Seither erhält sie Arbeitslosengeld. Ergänzend bezieht sie die Wiener Mindestsicherung, die ihr geringes Einkommen aufstockt und sich auf monatlich 480 Euro beläuft.
Ende des vergangenen Jahres nahm sie vorübergehend eine Nebenbeschäftigung an und meldete die zusätzlichen Einkünfte der zuständigen Magistratsabteilung 40. Danach blieb die Auszahlung aus. Fast vier Monate wartete sie auf ihre Mindestsicherung. In dieser Zeit halfen ihr nach eigenen Angaben ihre Kinder finanziell aus.
Volksanwaltschaft prüft
Frau L. wandte sich an Volksanwalt Bernhard Achitz. Er geht Beschwerden über Behörden nach und prüft, ob die Verwaltung korrekt gehandelt hat. Lange Wartezeiten bei der Wiener Mindestsicherung beschäftigen die Politik seit Längerem, Achitz hatte die MA 40 schon früher kritisiert.
Die Behörde hat zu klären, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Sozialleistung erfüllt sind. Zugleich soll die Mindestsicherung Menschen in finanziellen Notlagen unterstützen. Warum es im konkreten Fall zu der Verzögerung kam, ist Gegenstand der Prüfung.
Bürgeranwalt im ORF
Auch der ORF geht dem Fall nach, und zwar in der Sendung „Bürgeranwalt“ mit Peter Resetarits. Sie läuft am Samstag, 31. Oktober 2026, um 18 Uhr in ORF 2 und ist zudem über ORF ON abrufbar. Thematisiert wird, ob die zuständige Behörde Maßnahmen gesetzt hat, damit die Mindestsicherung künftig rascher ausbezahlt werden kann.
Darüber hinaus befasst sich die Ausgabe mit dem Mangel an Therapieplätzen für Kinder mit Autismus sowie mit dem Tod einer pflegebedürftigen Frau, deren Angehörige den Behörden Versäumnisse vorwerfen.