Acht Monate nach den ersten Vorwürfen ist ein Schuldirektor noch im Amt. Nun wächst der Druck, und die Entscheidung rückt näher.
Peter Reichmann, Bildungsreferent des Landes Kärnten, verlangt eine rasche Aufklärung der Vorwürfe gegen den Direktor einer Mittelschule. Dem Schulleiter wird zur Last gelegt, Lehrerinnen diskriminiert und Einfluss auf Noten genommen zu haben. Er weist die Anschuldigungen zurück, ein dienstrechtliches Verfahren ist anhängig.
Rüge ohne Konsequenz
Öffentlich bekannt wurde der Verdacht im Juni 2025, wie die Kleine Zeitung berichtete. Die Gleichbehandlungskommission sprach gegenüber dem Direktor eine Rüge aus, im Amt blieb er dennoch. Seit September behält die Schulaufsicht die Lage an der Schule im Auge. Laut Bildungsdirektion sind seither keine weiteren Beschwerden eingelangt.
Klare Ansage
Reichmann plädiert dafür, das Verfahren zügig zu beenden. Dazu sagte er: „Diskriminierung, Mobbing und Machtmissbrauch haben an Kärntens Schulen keinen Platz.“ Acht Monate seien eine lange Zeit, weshalb es im Interesse der Betroffenen eine rasche Bearbeitung brauche. Die Bildungsdirektion hält dem entgegen, dass im Sinne des Rechtsschutzes die Fristen eingehalten werden müssten.
Die denkbaren Ausgänge reichen von der Feststellung, dass die Vorwürfe haltlos sind, bis zur Enthebung oder Entlassung des Schuldirektors.
Mit dem Ende des laufenden dienstrechtlichen Verfahrens wird in wenigen Wochen gerechnet.