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Festivalrückkehr

Festival-Comeback: Novi Sad bekommt EXIT schon 2027 zurück

Festival-Comeback: Novi Sad bekommt EXIT schon 2027 zurück
(Foto: Instagram)
3 Min. Lesezeit |

Der Plan lautete 2028, doch dann kam die Wahl. Nun ändert ein Festival seinen Kurs und kehrt früher als geplant nach Novi Sad zurück.

Das Musikfestival EXIT kehrt im Juli 2027 auf die Festung Petrovaradin in Novi Sad zurück. Anlass ist laut den Veranstaltern der Sieg der Studentenliste bei den Parlamentswahlen in Serbien.

Ursprünglich wollten die Organisatoren erst 2028 wieder auf der Festung feiern, weil eine große Ausgabe mindestens 18 Monate Vorbereitung brauche. Tausende Nachrichten voller Zuspruch und das große Interesse des Publikums haben diesen Plan nun über den Haufen geworfen.

Bereits im kommenden Sommer soll ein besonderes Festivaltreffen auf dem Gelände stattfinden. Die Veranstalter bestätigten den Termin im Juli 2027 und kündigten ein besonderes EXIT-Erlebnis an. Details zu Programm und Format sollen in Kürze folgen.

„Wir haben immer gesagt, dass EXIT zurückkommt, sobald die Freiheit in unser Land zurückkehrt. Dank des Mutes, der Entschlossenheit und der unglaublichen Ausdauer der Studenten ist dieser Moment endlich da“, teilten die Veranstalter mit. Schon im kommenden Juli werde man sich wieder auf der Festung versammeln, um gemeinsam Freiheit, Einheit und Liebe zu feiern. Das besondere EXIT-Erlebnis wolle man bald präsentieren.

Druck auf EXIT

Festivalgründer und Direktor Dusan Kovacevic sagte: „Wir haben von ganzem Herzen an die Freiheit geglaubt. Aber keiner von uns wusste, ob sie schnell genug kommen würde, damit diese Worte schon nächstes Jahr Wirklichkeit werden.“

Wegen der Unterstützung der Studentenproteste sei EXIT politisch, sicherheitspolitisch und finanziell unter Druck geraten, erklärte er. Deshalb habe man die Durchführung des Festivals in Serbien eingestellt. Laut Kovacevic gehörte zu diesem Druck auch die Inhaftierung seines leiblichen Bruders, die er als Versuch wertete, ihn persönlich und die Organisatoren einzuschüchtern.

„Statt uns zu brechen, hat uns all das nur noch entschlossener gemacht, in diesem entscheidenden Kampf für unser Land alles zu geben“, sagte er. Die Studenten hätten gezeigt, dass es „keine stärkere Kraft gibt als ein Volk, das entschlossen ist, in Freiheit zu leben“.

Rückblick auf EXIT

EXIT hatte die Forderungen der Studenten während der Proteste öffentlich unterstützt. Bei der letzten Ausgabe in Novi Sad traten zahlreiche heimische Künstler auf, die sich ebenfalls hinter die Proteste gestellt hatten. Die Hauptbühne eröffnete die italienische Sängerin Gala, deren Lied „Freed from Desire“ zu einer der Hymnen der Studentenbewegung geworden ist.

Die Organisatoren verweisen darauf, dass EXIT dreimal als bestes europäisches Festival ausgezeichnet wurde und Serbien einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von mehr als 300 Millionen Euro gebracht hat. Zwischenzeitlich hatte das Festival Programme ins Ausland verlegt, unter anderem an einen Ort bei den Pyramiden von Gizeh in Ägypten.

Gegründet wurde EXIT im Jahr 2000 in Novi Sad, nun kehrt es an seinen Ursprungsort zurück.

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KO KOSMO-Redaktion
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