Start NEWS POLITIK „Reintesten“ statt „Freitesten“: Der konkrete Fahrplan
OPPOSITION ZIEHT MIT

„Reintesten“ statt „Freitesten“: Der konkrete Fahrplan

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(FOTO: iStock)

Die neue Teststrategie von Regierung und Opposition ist da. Am Donnerstag soll die entsprechende Gesetzesänderung beschlossen werden. Alle Details zu Arbeit, Freizeit und Schule.

Aus dem Lockdown „freitesten“ ist vom Tisch. Der neue Plan der Regierung heißt „Reintesten“. Das Konzept ist ähnlich, und dennoch gibt es genug Änderungen, sodass die gesamte Opposition – mit Ausnahme der FPÖ – diesem Plan zustimmen will. Doch was erwartet uns konkret nach dem Lockdown alles? KOSMO hat die wichtigsten Details für euch zusammengefasst.

Wöchentliche Tests bei bestimmten Berufsgruppen
Über eine halbe Million Menschen werden von den angekündigten Tests für bestimmte Berufsgruppen betroffen sein. Welche das genau sind, lässt sich noch nicht konkret sagen, aber es geht darum: An Arbeitsorten, „bei denen ein bestimmter Abstand regelmäßig nicht eingehalten werden kann“ soll es verpflichtende Tests für Mitarbeiter geben, wie der „Standard“ berichtet.

Die Regierung soll sich mit der Opposition schon auf folgende Bereiche geeinigt haben: Friseure und körpernahe Dienstleistungen, Gastronomie, Tourismus, Handel, Verkehr und Sportstätten mit Kundenkontakt. Im Gesundheitsbereich soll das Personal mit Patientenkontakt getestet werden, ebenso betroffen sind Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und Kuranstalten. Weiters sollen Lehrer, sowie Beamte des öffentlichen Dienstes und Personal von Organisationen mit regelmäßigem Bürgerkontakt wöchentlich getestet werden.

Wer sich nicht testen lassen kann oder will, muss stattdessen eine FFP2-Maske tragen – außer man hat mit besonders gefährdeten Personen, wie etwa in Pflegeheimen, Kontakt. Dann ist eine Maske keine Alternative.

Zutrittstests für Veranstaltungen, Spitäler, Heime und Hotels
Auch wenn das „Freitesten“ endgültig vom Tisch ist, so bleiben gewisse Eckpunkte des Plans auch beim neuen „Reintesten“ bestehen. Konkret bedeutet das: Wer künftig nicht auf gewisse Dinge verzichten will, wird wohl einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Sehr wahrscheinlich ist, dass dieses „Ticket-System“ für Veranstaltungen mit mehr als zwanzig Personen sowie Besuche in Spitälern, Pflege- und Altenheimen gelten wird. Auch für den Besuch von Hotels braucht man künftig einen negativen Test. Ausgenommen von den Regelungen sollen all jene sein, deren Corona-Erkrankung nicht länger als drei Monate her ist.

Eines ist jedoch auch schon fix: Definitiv ausgenommen vom „Reintesten“werden sollen die Bereiche Handel und Gastronomie, heißt es seitens des Ministeriums. Man wird also auch weiterhin Geschäfte und Lokale ohne negativen Corona-Test besuchen können. Für die Kontrolle „generell“ verantwortlich sein sollen die Betreiber, heißt es seitens des Gesundheitsministeriums. „In weiterer Folge“ aber auch die Behörden.

Fünf Millionen Selbsttests für Schulen und Kindergärten
Auch im Bildungsbetrieb soll es zu einer neuen Teststrategie kommen: Konkret sollen die Schulen ab dem Zeitpunkt, ab dem wieder Präsenzunterricht stattfindet, fünf Millionen kostenlose Corona-Selbsttests zur Verfügung gestellt bekommen. Schüler, Lehrer und Elementarpädagogen sollen sich dann selbst testen, wobei Volksschüler die Testkits mit nach Hause nehmen sollen. Das Ergebnis liegt in wenigen Minuten vor. Bei einem positiven Ergebnis muss ein PCR-Test gemacht werden. Die Tests sollen einmal pro Woche, später eventuell auch zweimal pro Woche, durchgeführt werden. All das soll auf freiwilliger Basis funktionieren.

Lehrer werden wieder gebeten zahlreich zu den Massentestungen zu gehen. Wer sich weigert, wird FFP2-Masken tragen müssen. Denn die Pädagogen sind ebenfalls Teil jener Berufsgruppen, für die künftig wöchentliche Testungen vorgesehen sind.

Quellen und Links: