Start INTEGRATION Schließung der „Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen“
MSNÖ

Schließung der „Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen“

Aus für Medien-Servicestelle Neue Österreicher
(FOTO: Screenshot, medienservicestelle.at)

Zahlreiche Journalisten, NGO-Vertreter, Politiker und viele mehr reagierten bestürzt auf die Nachricht, dass die MSNÖ nun ihre Pforten schließen wird.

In den vergangenen Jahren galt die Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen (kurz MSNÖ) als wichtige Plattform, via welcher faktenorientierte Informationen zu Migration und Integration verbreitet wurden.

LESEN SIE AUCH: 190 Nationen in der Bundeshauptstadt vertreten: Jeder Dritte Wiener im Ausland geboren

In den vergangenen zehn Jahren ist die Wiener Wohnbevölkerung um elf Prozent bzw. um fast 190.000 Menschen angewachsen.

Hunderte Artikel, Studien und Diskussionen
Seit 2011 wurden knapp 500 Artikel auf der Website der Servicestelle publiziert und rund 230 Studien veröffentlicht. Zudem wurde mit der “Stammtisch-App” versucht, hitzig geführten politischen Debatten zu versachlichen. Gängige Vorurteile zu den Themen Integration, Migration, Asyl, Fremdenfeindlichkeit, Nationalsozialismus werden in der App behandelt und richtiggestellt.

Ein Service, der angesichts der behandelten Brennpunktthemen, große und wichtige Arbeit geleistet hat. „Das ist wirklich schade“, beklagte Caritas-Direktor Michael Landau via Twitter. Es wird gemunkelt, dass sich die Schließung bereits gegen Ende der rot-schwarzen Regierung abgezeichnet hat.

MSNÖ Chefredakteur Žarko Radulović erklärte, dass es nicht gelungen sei, eine tragfähige Finanzierung sicherzustellen: “Leider müssen wir mitteilen, dass die Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen ab 1. Jänner 2018 keine Serviceleistungen anbietet”, ist auf dem Portal zu lesen. Finanziert wurde das Informationsportal unter anderem vom von Kanzleramt, Außenministerium, Arbeiterkammer und der Industriellenvereinigung.

LESEN SIE AUCH:

Reaktionen
Auf die Nachricht von der Schließung des Portals reagierten zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens mit Bedauern: unter anderem Caritas-Direktor Michale Landau und Manuel Brauhöfer, Geschäftsführer der Ethnomarketingagentur Brainworker: