Sein Name sorgt weltweit für Schlagzeilen – doch in seiner Heimat hat er gerade Geschichte geschrieben.
In der peruanischen Gemeinde Queropalca hat Hitler Mussolini Simeon Flores die Bürgermeisterwahl für sich entschieden. Der Kandidat der Mitte-links-Partei Ahora Nación erzielte 34 Prozent der Stimmen und setzte sich damit mit insgesamt 229 Stimmen durch. Aus seinem Bewerbungsbogen bei der nationalen Wahlbehörde JNE (Jurado Nacional de Elecciones) gehen kaum persönliche Details hervor; bekannt ist lediglich, dass er die Investmentgruppe Simeon Sac leitet.
Knapper Wahlausgang
Der Wahlausgang in Queropalca war denkbar knapp: Zwischen den drei erstplatzierten Kandidaten lagen am Ende gerade einmal 42 Stimmen. Mit seinem Sieg reiht sich Simeon Flores in ein bemerkenswertes Muster peruanischer Kommunalpolitik ein, in dem Kandidaten mit historisch aufgeladenen oder ungewöhnlichen Namen immer wieder erfolgreich sind. Bereits 2018 hatte Hitler Guesclin Alba Sánchez die Bürgermeisterwahl im Distrikt Yúngar in der Region Áncash gewonnen.
Globales Phänomen
Das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf Peru. Im Jahr 2020 errang der Namibier Adolf Hitler Uunona einen Sitz als Landrat in der nördlichen Region Oshana. Uunona stellte damals klar, dass sein Name keinerlei Rückschlüsse auf seine politischen Absichten zulasse: „Dass ich diesen Namen habe, heißt nicht, dass ich Oshana jetzt unterwerfen will“, sagte er. „Es heißt nicht, dass ich nach der Weltherrschaft strebe.“