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Betrugsmasche

Schockanruf-Netzwerk gesprengt: Geldabholer zu vier Jahren Haft verurteilt

Schockanruf-Netzwerk gesprengt: Geldabholer zu vier Jahren Haft verurteilt
FOTO: iStock/VioNettaStock
2 Min. Lesezeit |

Mit falschen Notrufen und einer perfiden Masche brachte er Senioren um ihr Erspartes. Nun muss der 31-jährige Serbe für vier Jahre hinter Gitter.

Ein 31-jähriger Serbe wurde am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Mann fungierte als Geldabholer in einem Betrugsnetzwerk, das mit sogenannten Schockanrufen ältere Menschen täuschte. Das Urteil wegen schweren Betrugs ist noch nicht rechtskräftig.

📍 Ort des Geschehens

Die kriminelle Masche folgte einem bekannten Muster, vor dem die Polizei regelmäßig warnt: Die Täter kontaktierten Senioren telefonisch und behaupteten, ein Familienmitglied hätte einen Unfall verursacht und säße nun in Haft. Nur durch sofortige Zahlung hoher Geldbeträge könne eine Freilassung erwirkt werden. Der Verurteilte war dabei für die persönliche Abholung der Beträge zuständig.

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Perfide Vorgehensweise

Bei seinen Einsätzen, unter anderem in Bregenz, agierte der Angeklagte nach einem festen Schema. Er gab an, in Serbien ein Mobiltelefon erhalten zu haben und lediglich Anweisungen befolgt zu haben. Da er selbst kein Deutsch beherrscht, kommunizierte er bei den Übergaben nicht direkt mit den Opfern, sondern reichte ihnen lediglich das Telefon.

Trotz mehrerer Versuche gelang den Tätern nur eine erfolgreiche Geldübergabe – diese brachte ihnen allerdings 120.000 Euro ein.

Teil eines größeren Problems

Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Betrugsfälle ein, die österreichweit für Aufsehen sorgen. Erst kürzlich erbeuteten Betrüger mit derselben Masche 150.000 Euro in Wien und 137.500 Euro von neun Opfern durch einen falschen Polizisten. Die Polizei warnt verstärkt vor diesen Schockanrufen, bei denen sich Täter als Polizisten oder Staatsanwälte ausgeben.

Die österreichische Polizei rät Betroffenen, bei verdächtigen Anrufen sofort das Gespräch zu beenden und die Polizei unter 133 zu verständigen. Mit gezielten Präventionskampagnen wird insbesondere die ältere Generation für diese Betrugsmasche sensibilisiert.

Gerichtliches Nachspiel

Die Staatsanwaltschaft betonte, dass der Angeklagte zwar nur ein Rädchen in einem größeren kriminellen Gefüge war, seine Funktion jedoch essenziell für die Durchführung des Betrugs gewesen sei. Vor Gericht entschuldigte sich der 31-Jährige bei den Geschädigten.

Das Gericht verhängte schließlich eine vierjährige Freiheitsstrafe wegen schweren Betrugs.

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KO KOSMO-Redaktion
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