Das Mittelmeer brodelt – und ein mächtiges Unwettersystem nimmt dabei auch Kroatien ins Visier.
Eine Gewitterzone zieht dieser Tage über das westliche Mittelmeer und bringt von der Iberischen Halbinsel bis zur kroatischen Adriaküste teils heftige Unwetter mit sich.
Bereits am Dienstag nimmt die Niederschlagsaktivität auf der Iberischen Halbinsel spürbar zu, bevor sich das Unwettersystem am Mittwoch ins westliche Mittelmeer verlagert. Die Balearen sowie Südfrankreich – darunter die Region um Marseille – müssen sich auf kräftige Regenfälle, Hagelschauer und stürmische Böen einstellen. In der Nacht auf Donnerstag rücken Korsika und Sardinien sowie die italienische Westküste in den Fokus des Wettergeschehens.
Adriaküste im Fokus
Am Donnerstagnachmittag steigt schließlich auch an der kroatischen Adriaküste die Gewittergefahr deutlich an. Regional sind kräftige Gewitter und lokal auch schwere Unwetter möglich. Für Teile der Küstenregionen bestehen bereits Wetterwarnungen. Reisende und Menschen mit Familie oder Eigentum in Kroatien sollten deshalb die aktuellen Warnungen des kroatischen Wetterdienstes im Blick behalten. Starkregen kann örtlich zu Überflutungen und Problemen auf Straßen und Verkehrswegen führen.
Warmes Mittelmeerwasser
Das warme Mittelmeer liefert der Atmosphäre derzeit viel Energie und Feuchtigkeit. Trifft diese auf kühlere Luftmassen, können sich Gewitter rasch verstärken. Meteorologe Dominik Jung bezeichnet das ungewöhnlich warme Mittelmeer deshalb als „Zeitbombe“. Gerade im Herbst sind im Mittelmeerraum intensive Starkregenlagen möglich. Auch sogenannte Medicanes – tropenähnliche Mittelmeerwirbelstürme – können sich grundsätzlich in dieser Jahreszeit bilden. Für die aktuelle Wetterlage ist ein solcher Sturm derzeit allerdings nicht konkret vorhergesagt.