3.500 Hektar Natur in Flammen – und Serbien steht nicht allein. Europa rückt mit vereinten Kräften an.
Seit 5. August kämpfen Einsatzkräfte gegen ein Feuer, das im serbischen Naturschutzgebiet Deliblatska Pescara bereits rund 3.500 Hektar Land vernichtet hat – das entspricht etwa zehn Prozent des insgesamt rund 34.800 Hektar großen Spezialreservats. Starke Winde, schwieriges Gelände und kaum zugängliche Abschnitte machen die Bodenintervention zur Herausforderung – die Lage spitzte sich zuletzt so weit zu, dass Serbien internationale Hilfe anfordern musste.
EU-Hilfe aktiviert
Am Freitag, dem 21. August, aktivierte Belgrad den EU-Katastrophenschutzmechanismus und bat Brüssel um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Innerhalb weniger Stunden mobilisierte die Europäische Union vier Hubschrauber aus der strategischen Reserve „RescEU“, die an Stützpunkten in Tschechien, Rumänien und der Slowakei stationiert sind, sowie Feuerwehrteams aus Deutschland und Rumänien.
Um die Zusammenarbeit zwischen den serbischen Behörden, dem EU-Notfallkoordinierungszentrum und den eingesetzten Einsatzkräften zu gewährleisten, wurde zudem ein Verbindungsoffizier nach Serbien entsandt. Seine Aufgabe ist es sicherzustellen, dass die Hilfe rasch und zielgerichtet dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Copernicus im Einsatz
Bereits seit dem 8. August ist der EU-Satellitendienst Copernicus für Notfallmanagement aktiv – er liefert Bildmaterial und Analysen des betroffenen Gebiets und bildet damit eine wichtige Grundlage für die Koordination der Löscharbeiten. EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und Krisenmanagement Hadja Lahbib betonte die europäische Solidarität in der Krise: Feuerwehrteams aus Tschechien, Deutschland, Rumänien und der Slowakei kämpften gemeinsam mit den lokalen Kräften gegen die Flammen. „In Zeiten der Bewährung steht Europa fest zusammen“, so Lahbib.