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AUS FÜR IMPFTOURISMUS

Serbien stoppt Impfungen für ausländische Staatsbürger

(FOTO: zVg.)

Schlechte Nachrichten für alle, die geplant hatte, sich in den kommenden in Serbien impfen zu lassen. Wie die serbische Premierministerin Ana Brnabić am Donnerstag bestätigte, ist für den „Impftourismus“ in Serbien erstmals Schluss, berichtet der ORF.

Zigtausende ausländische Staatsbürger fuhren in den letzten Wochen nach Serbien, um sich dort gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Belgrad startete vor einiger Zeit eine „Gratis-Impfaktion“ für alle, die selbstredend großen Anklang fand. Vor allem Italiener und Deutsche, aber auch zahlreiche Österreicher machten vom Angebot gebraucht. Der große Andrang aus dem, vom Impfproblemen gebeutelten, EU-Ausland ist auf jeden Fall wenig verwunderlich.

Von Wirtschaftsaktion zu Impfung für alle
Der ursprüngliche Plan Serbiens war es, kostenlose Impfungen im Rahmen einer Aktion der Wirtschaftskammer des Landes anzubieten, um Wirtschaftsleuten aus der Region zu helfen. In Wirklichkeit konnten sich jedoch alle ausländischen Staatsbürger impfen, die sich über das E-Portal der serbischen Regierung angemeldet haben.

AstraZeneca wäre sonst abgelaufen?
Dem Artikel des ORF ist ebenfalls zu entnehmen, dass Brnabić bestätigte, dass rund 25.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs drohte das Haltbarkeitsdatum abzulaufen. Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, auch ausländische Bürger und Bürgerinnen zu impfen. „Das war keine Politik, nur ein Ausdruck der Solidarität“, wird die serbische Premierministerin zitiert.

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