Serbische Verkehrsministerin missbrauchte Blaulicht für Privatfahrten

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Serbische Verkehrsministerin missbrauchte Blaulicht für Privatfahrten

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Zorica Mihajlović nutzt auch die Privilegien, auf die sie gar kein Recht hat. Privatfahrten mit Blaulicht gehören dazu. Foto: Screenshot/iStockPhoto

Die serbische Verkehrsministerin Zorana Mihajlović hat das Wort Minister anscheinend missverstanden.

Anstatt dem Volk zu dienen, missbraucht sie eher ihre Funktion: Sie wurde nämlich mit ihrem Dienstauto dabei ertappt, wie sie in einer privaten Fahrt Blaulichter verwendet hat. Noch dazu wurde laut der Tageszeitung „Kurir“ bekannt, dass sie vom Staat unbedingt einen Audi A6 verlangte, weil sie sich mit den Versionen darunter nicht zufrieden geben wollte.

Zoranas Rache: „Neue Lichter in Rosa“

Die Ministerin gab öffentlich zu, die Blaulichter verwendet zu haben, nachdem die Tageszeitung Kurir den Fall aufdeckte. Jedoch: Anstatt näher auf die Fragen der Journalisten zu antworten, antwortete sie indirekt auf Instagram. „Wir verraten ihnen exklusiv: Hier sehen sie Zoranas neues Equipment“, schrieb sie auf Instagram unter ein Foto mit rosaroten Rotationslichtern, die in Zukunft scheinbar das klassische Blaulicht auf ihrem Audi A6 ersetzen sollen.

Wann wird die Arroganz Konsequenzen haben?

Für ihr Verhalten erntete die Ministerin diesmal Kritik auch aus den eigenen Reihen der regierenden, Serbischen Fortschrittspartei (SNS). Kritik übte auch der kontroverse rechtsradikale Politiker Vojislav Šešelj von den „Serbischen Radikalen“: „Sie ist an Arroganz unter ihren Ministerkollegen kaum zu überbieten. Sie hat jegliche Grenzen verloren“.