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SICHERES REISEN

Sobotka: So wird Urlaub am Balkan heuer „gut klappen“

(FOTOS: informer.rs, Parlamentsdirektion / Thomas Topf)

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka empfing am Freitag seinen serbischen Amtskollegen Ivica Dačić zu einem Besuch in Wien. Dabei war auch das Reisen im Sommer Thema.

Im vorigen Sommer war der Westbalkan noch Corona-Risikogebiet. Die österreichische Regierung riet stark von Reisen in diese Regionen ab, aber dennoch machten sich viele Leute auf den Weg in den Urlaub bzw. zu Familienbesuchen. Heuer sei die Situation jedoch eine ganz andere, wie Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) im APA-Interview bei dem Treffen betonte: Österreicher mit Westbalkan-Bezug müssten diesen Sommer kein schlechtes Gewissen bei Familienbesuchen oder Urlauben in der Region haben, denn „Ich bin mir sicher, dass das gut klappen wird“, so Sobotka.

Sommerurlaub am Balkan sollte heuer „gut klappen“
In Serbien seien nämlich schon viele „durchgeimpft“, so die Argumentation Sobotkas. Sein serbischer Amtskollege Ivica Dačić äußerte die Hoffnung, dass Österreich seine Grenzen auch möglichst bald für Geimpfte aus Serbien öffnen werde. Dačić betonte, dass in seinem Land „der Impfprozess sehr fortgeschritten“ sei. In Serbien seien von den sieben Millionen Einwohnern bereits 2,5 Millionen Menschen vollimmunisiert – haben also schon beide Impfdosen erhalten. „Wir sind auf dem Weg zur Vollimmunisierung und hoffen, dass wir bald die Beschränkungen vollkommen aufheben können“, so Dačić.

„Würde Sputnik V sofort zulassen“
Bei dem Treffen berieten die beidenParlamentspräsidenten auch über die die gegenseitige Anerkennung von Impfzertifikaten. Denn von den vier Impfstoffen, die in Serbien verabreicht werden, sind nicht alle von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen, erklärte Dačić: „Das heißt, man muss einen Weg finden, wie das anerkannt werden kann.“ Sobotka wies darauf hin, dass der chinesische Impfstoff bereits eine Zulassung der Weltgesundheitsorganisation WHO habe. Zum russischen Vakzin meinte er: Er würde Sputnik V in Österreich „sofort zulassen“, will aber auf die EMA-Entscheidung warten.

Dačić berichtete, dass Serbien selbst mit der Produktion von Sputnik V begonnen habe, der somit „gewissermaßen nicht mehr ein russischer Impfstoff sei“. In Serbien sollen demnach sieben Millionen Sputnik-V-Dosen hergestellt werden. Dačić selbst hat den russischen Impfstoff ebenfalls erhalten, und zwar schon im Jänner.

Die Impfung von Dačić mit Sputnik V sei Teil einer Vereinbarung der serbischen Staatsspitze gewesen. Staatspräsident Aleksandar Vucić habe sich mit dem chinesischen Sinopharm-Impfstoff immunisieren lassen, Ministerpräsidentin Ana Brnabić mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin.

Quellen und Links:

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